Belgien

Muslimin mit Baby bei Spaziergang niedergestochen

In Brüssel wurde eine Muslimin auf offener Straße von einem Mann niedergestochen. Der Täter wurde verhaftet – sein Anwalt beteuert seine Unschuld.

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2021
Symbolbild: Angriff, Polizei © shutterstock
Symbolbild: Belgische Polizei © shutterstock

Vergangenen Sonntag wurde in der belgischen Hauptstadt Brüssel eine Muslimin auf offener Straße von einem jungen Mann niedergestochen. Die 36-jährige Mutter Mounia Ouyahia befand sich mit ihrer zwei Monate alten Tochter auf dem Nachhauseweg, als der 21-jährige Täter sie im Park ansprach und mit einem scharfen Gegenstand attackierte. Ouyahia war zuvor bei ihrem Bruder zu Besuch.

Die dreifache Mutter wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wo sie ihren Verletzungen erlag. Das Baby blieb unverletzt. Sie wurde von Anwohner versorgt, eher sie von Sozialarbeitern nach Hause gebracht wurde.

Medienberichten zufolge konnte der Täter nach der Tat verhaftet werden. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft. Sein Anwalt erklärte, dass der 21-Jährige unter psychischen Probleme leidet und professionelle Hilfe bekommt. Über das Tatmotiv könne noch keine Angaben gemacht werden. Ob der Täter aus islamfeindlichen Gründen gehandelt hat, sei noch unklar.

Unterdessen wartet die Familie der verstorbenen Mounia Ouyahia auf Antworten. „Wir hatten noch keinen Zugang zu den Akten“, wird ihr Anwalt Yannick De Vlaemynck in örtlichen Medien zitiert. „Für den Ehemann ist es äußerst schwer den Kindern zu erklären, dass ihre Mutter ohne Grund getötet wurde. Wir warten jetzt auf weitere Ermittlungen.“

Leserkommentare

Ethiker sagt:
Muslime als Feindbild und die Konsequenzen müssen unschuldige Menschen tragen, der Täter wird vermutlich entschuldigt und seine Gesinnung verheimlicht.
07.06.21
18:42
grege sagt:
Auch Vorverurteilungen sind ein Ausdruck von Rassismus
13.06.21
12:01