Brandenburg

Fachtagung bietet Infos zu Islam an Schulen

In Brandenburger Schulen stoßen Lehrer beim Umgang mit dem Islam auf Fragen. Eine Fachtagung soll ihnen Unterstützung geben.

23
03
2019
Symbolbild: Lehrer, Grundschule, Islam
Symbolbild: Schule © Perspektif, bearbeitet by iQ.

Welche pädagogische Haltung ist im Umgang mit Islamfeindlichkeit unterstützend? Welche unterschiedlichen Islamverständnisse gibt es? Wie kann der Dialog zwischen Lehrern und muslimischen Schülern verbessert werde? Unter dem Motto „Die Vielfalt des Islam an Brandenburger Schulen“ haben sich am Lehrer, Schulleiter und Sozialarbeiter in Workshops mit Fachleuten über Probleme und Lösungsansätze ausgetauscht.

„Im Zuge der Zuwanderung sitzen auch muslimische Kinder in den Unterrichtsklassen, da tauchen viele Fragen auf“, sagte die Integrationsbeauftragte des Landkreises Spree-Neiße, Annett Noack. In den Workshops haben Lehrer Unterstützung bekommen, etwa zum Umgang mit muslimischen Feiertagen und mit religiösen Praktiken. Auch das Spannungsfeld zwischen Extremismus und Islamfeindlichkeit an den Schulen wurde betrachtet.

Wichtig beim Fachtag sei der Raum zum Diskutieren und Vernetzen. Lehrer müssten nicht alle Probleme an ihrer Schule auffangen können, sie bräuchten aber ein Netzwerk, um sich Hilfe zu holen. Der Fachtag wurde mit EU-Mitteln in Kooperation mit dem Brandenburger Bildungsministerium finanziert.

In Brandenburg gibt es zum Thema Islam an Schulen unter anderem auch das Projekt „Reflect – Freiheit beginnt im Kopf“. Gefördert wird es vom „Bündnis für Brandenburg“ im Auftrag der Landesregierung. Das Land finanziert das Projekt mit rund 140 000 Euro. (dpa, iQ)

Leserkommentare

Miguel sagt:
Das Projekt "Reflect - Freiheit beginnt im Kopf" gründete der Psychologe Ahmad Mansour. Er sagte dazu: "Wir wollen junge Menschen für Demokratie und Menschenrechte begeistern - und schneller sein als die Radikalen. Das bedeutet, dass wir sie darin ermuntern, ihre Dogmen kritisch zu hinterfragen und eigenverantwortlich Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Menschen sind resilient gegenüber Radikalismen jedweder Art. Deshalb ist Demokratieförderung auch die beste Strategie gegen religiösen Extremismus oder Fanatismus." Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben" gibt es verschiedene präventive Maßnahmen zum Schutz von Menschen, die aufgrund anderer oder problematischer Vorstellungen von Religion, Werten oder Demokratie bisher nicht erreicht wurden. Islamismus-Prävention und Schutz vor religiöser Radikalisierung oder religiösem Extremismus sind wichtige Aufgaben für die Schulen.
23.03.19
16:55
Miguel sagt:
Gemeint ist, daß nur MÜNDIGE MENSCHEN resilient sind gegenüber Radikalismen jedweder Art. Nur mündige Menschen können eigenverantwortlich handeln. Das Erreichen von Autonomie und Mündigkeit ist Aufgabe und Zielsetzung schulischer Erziehung - nicht nur in Brandenburg.
23.03.19
17:07
Kafira sagt:
Guten Tag, lieber Leser. Es sieht so aus, als würden Lehrer lernen müssen, sich an den islamisierten Kinder anzupassen. Integration sieht genau umgekehrt aus. Richtig wäre, für die IslamKinder einen Kursus " Was erwartet das freie Deutschland von mir? " "Wie verhalte ich mich in einem freien Land? zu organisieren. Da könnten dann auch die Lehrkräfte mitmachen - aber auf der lehrenden Seite, nicht als Schüler. Denn von dem Islam kann man nichts gutes lernen. Tema könnte sein:: "der Islam beginnt in den Kopf- und da muss er Platz machen für Freiheit. Das Freie Deutschland ist die Norm, nicht das islamistische Land von wo ihr kommt. Islam und Freiheit vertragen sich bekanntlich nicht. Kafira.
24.03.19
8:57