
Künftig ist das Tragen eines Gesichtsschleiers in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Bayern verboten. Das beschloss der Landtag. Jedoch ist die Zahl der Burka- und Nikabträgerinnen verschwindend gering.

Der Bundestagtag verabschiedet ein Burkaverbot. Künftig dürfen Beamtinnen und Soldatinnen ihr Gesicht während der Arbeit nicht mehr verschleiern. Doch ist keine bekannt, die eine Burka trägt.
Erneut fordert die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner ein Burka-Verbot in Deutschland. Klöckner hatte mit ihrem Vorstoß bereits Ende des vergangenen Jahres für eine breite Debatte gesorgt.
Eine Touristin mit einem Gesichtsschleier (Nikab) wurde aus einer Oper in Paris geworfen, weil sich Künstler der Darstellung über sie beschwert und mit einem Boykott der Aufführung gedroht haben.
Die Linksfraktion im Hessischen Landtag wirft der CDU und dem integrationspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Ismail Tipi, Hetze und Stimmungsmache gegen Muslime vor. Tipi hatte ein Burkaverbot nach französischem Vorbild gefordert und bezeichnete Burkaträgerinnen als „wandelndes mobiles Stoffgefängnis“.
Khola Maryam Hübsch kritisiert die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zum Burka-Verbot in Frankreich. Weder erleichtere das Burka-Verbot die Integration in die Gesellschaft, noch führe es zu mehr Geschlechtergerechtigkeit. Das Gegenteil sei der Fall.