Rassistische Angriffe

Mann in Berlin geschlagen und rassistisch beleidigt

Mitten am Tag kommt es in Berlin-Friedrichshain zu einer Attacke auf einen Mann. Nach dem Angriff und rassistischen Beschimpfungen laufen nun die Ermittlungen.

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08
2026
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Symbolbild: Polizei in Berlin © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Symbolbild: Polizei in Berlin © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

In Berlin-Friedrichshain ist ein 36-Jähriger verletzt und rassistisch beleidigt worden. Ein 57-Jähriger schlug ihm nach Polizeiangaben am Samstagmittag auf dem Boxhagener Platz ohne Vorwarnung mehrfach ins Gesicht. Im Anschluss soll der Tatverdächtige den Mann dann rassistisch beleidigt haben. Polizeibeamte nahmen die Identität des Tatverdächtigen auf und entließen ihn wenig später. Der Verletzte lehnte eine medizinische Versorgung ab. Nun ermittelt der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.

Frau mit Kopftuch von Mann mit Glasflasche angegriffen

Rassistische Angriffe in Berlin sind keine Einzelfälle. Erst gerstern (22.08.26) ist eine Frau mit Hijab in Berlin-Friedrichshain von einem Mann mit einer Glasflasche angegriffen worden. Zuvor beleidigte der bislang unbekannte Mann die 36-Jährige islamfeindlich, wie die Polizei mitteilte. Dies sei während der Fahrt mit der Tram in Richtung Warschauer Straße passiert.

Demnach stieg die Frau an der Haltestelle Kopernikusstraße/ Warschauer Straße aus der Linie M13 aus. Auch der Tatverdächtige verließ laut Polizei die Tram. An einer roten Ampel soll der Unbekannte der 36-Jährigen unvermittelt eine Glasflasche gegen den Kopf geschlagen haben.

1032 Angriffe auf Muslime in Deutschland erfasst

Die Zahl antimuslimischer Straftaten bleibt auch in Deutschland hoch. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1032 Angriffe auf Muslime und Moscheen registriert.

Allein im zweiten Halbjahr zählten die Sicherheitsbehörden 543 islamfeindliche Vorfälle im Bereich der politisch motivierten Kriminalität. Ein erheblicher Teil der Fälle ereignete sich außerhalb klassischer Gewaltsituationen im öffentlichen Raum. Besonders betroffen waren Musliminnen, die Kopftuch tragen. (dpa/iQ)