Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um die Grundlagen der islamischen Kultur und die Verantwortung des Menschen im gemeinschaftlichen Leben. Gerechtigkeit werde als Fundament beschrieben, das Frieden und Vertrauen schafft. Muslime seien aufgerufen, die Wahrheit auch dann auszusprechen, wenn sie gegen die eigenen Interessen stehe.
Mitgefühl, Wissen und guter Charakter seien weitere zentrale Werte. Mitgefühl zeige sich im Einsatz für Waisen und Bedürftige sowie im respektvollen Umgang mit Menschen und allen Geschöpfen. Wissen habe im Islam einen besonderen Stellenwert und solle nicht nur erworben, sondern auch im Leben angewendet werden.
Aufrichtigkeit, Geduld, Nachsicht und Bescheidenheit würden den Einzelnen stärken und die Gesellschaft prägen. Die islamische Kultur werde dort sichtbar, wo diese Werte im Alltag gelebt und weitergegeben würden.
Die Freitagspredigt der Türkisch Islamischen Union e.V. (DITIB) behandelt den Koran als Wegweiser für das Leben. Er werde als Wort Allahs, als Quelle der Rechtleitung und als Heilung beschrieben, die den Herzen Frieden schenke und Orientierung gebe. Wer sich am Koran festhalte, finde den rechten Weg.
Muslime sollten regelmäßig den Koran lesen, lernen und lehren. Dabei gehe es nicht allein um die Rezitation oder das Auswendiglernen, sondern auch darum, die Bedeutung der Verse zu verstehen und nach ihrer Rechtleitung zu leben. Auch Kindern solle die Liebe zum Koran vermittelt werden.
Die Verbindung zum Koran könne nach den Worten der Predigt Herzen beleben, der Seele und dem Körper Heilung schenken und zum Frieden in der Familie beitragen. Wer den Koran lese und danach handle, dürfe zudem auf seine Fürsprache am Tag der Auferstehung hoffen.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.