Gaza-Genozid

UNICEF: Israels Armee tötet in Gaza täglich ein Kind

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat die Tötung von Kindern im Gazastreifen durch Israel trotz einer dort herrschenden Waffenruhe angeprangert.

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06
2026
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Kinder in Gaza © Anadolu Images, bearbeitet by iQ.
Kinder in Gaza © Anadolu Images, bearbeitet by iQ.

Trotz des offiziell geltenden Waffenstillstands im Gazastreifen tötet das israelische Militär weiterhin palästinensische Kinder nahezu täglich. Nach Angaben von UNICEF wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe im Oktober 2025 mindestens 265 Kinder durch israelische Angriffe getötet. Im Durchschnitt ist es ein Kind pro Tag. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher.

UNICEF-Sprecher James Elder bezeichnete die sogenannte Waffenruhe als „grausame und tödliche Illusion“ für die Kinder in Gaza. Der Welt werde vermittelt, dass im Gazastreifen Frieden herrsche, doch die Realität sei eine andere: Kinder würden weiterhin unter israelischem Beschuss sterben.

„Diese Kinder sterben nicht auf einem Schlachtfeld“, sagte Elder. „Sie werden in ihren Häusern getötet, in Schulen, beim Fußballspielen oder beim Angeln.“ Zusätzlich zu den Todesfällen wurden laut UNICEF mehr als 400 Kinder verletzt, viele von ihnen schwer. Zahlreiche Kinder leiden unter katastrophalen Verletzungen und benötigen dringend medizinische Evakuierung. Eine Versorgung, die im weitgehend zerstörten Gesundheitssystem Gazas kaum noch möglich ist.

Mehr als 100.000 Palästinenser getötet

Die Aussagen von UNICEF verstärken die internationale Kritik an Israels Kriegsführung im Gazastreifen. Menschenrechtsorganisationen, UN-Experten und zahlreiche Völkerrechtler sprechen von einem Genozid in Gaza, da die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur, die massenhafte Tötung von Zivilisten sowie die Blockade von Hilfslieferungen die Lebensgrundlagen der palästinensischen Bevölkerung gezielt vernichten.

Seit Beginn des Genozids nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza mehr als 100.000 Palästinenser getötet. Ein erheblicher Teil der Opfer sind Kinder, Frauen und andere Zivilisten. Während die israelische Regierung ihre Militäroperationen weiterhin als Sicherheitsmaßnahmen rechtfertigt, dokumentieren internationale Organisationen fortlaufend Angriffe auf Wohngebiete, Schulen, Krankenhäuser und humanitäre Einrichtungen.