Nienburg

Moschee mit rechtsextremen Parolen beschmiert

Unbekannte haben eine Moschee in Nienburg mit rechtsextremen Schriftzügen besprüht. Der Staatsschutz ermittelt wegen einer mutmaßlich politisch motivierten Tat.

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Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by iQ

Unbekannte haben eine Moschee in Nienburg mit rechtsextremen Parolen beschmiert. Nach Angaben der Polizei sprühten die Täter zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen die Zahlenkombination „88“ sowie den Schriftzug „NS-Zone“ mit gelber Farbe auf das Gebäude der Türkisch-Islamischen Union e.V. (DITIB). Der Staatsschutz der Polizei Nienburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Beamten gehen von einer politisch motivierten Sachbeschädigung aus und ermitteln unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Zahlenkombination „88“ gilt in der rechtsextremen Szene als Code für den Hitlergruß. Die Tat ereignete sich nach Angaben der Moscheegemeinde während des Kurbanfestes. Der Vorsitzende der Gemeinde, Savaş Uğurlukoç, zeigte sich betroffen. Dass sich der Vorfall ausgerechnet während der Feiertage ereignet habe, halte er nicht für einen Zufall. An diesen Tagen seien die Moscheen besonders gut besucht.

„Wir leben hier in Frieden“, sagte Uğurlukoç. Es sei schade und inakzeptabel, dass sich ein solcher Vorfall ereigne. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf eine umfassende Aufklärung. Zu möglichen Tatmotiven machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben. Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Wer im fraglichen Zeitraum verdächtige Personen im Bereich der Verdener Straße beobachtet hat, soll sich bei den Ermittlern melden.