Amin Abdullah stellte sich beim Angriff auf auf die Moschee in San Diego den Tätern entgegen und rettete damit zahlreiche Leben. Für den getöteten Sicherheitsmitarbeiter und seine Familie wurden inzwischen mehr als eine Million Dollar an Spenden gesammelt.

Nach dem tödlichen Angriff auf die Moschee in San Diego ist für die Familie des getöteten Wachmanns Amin Abdullah innerhalb kurzer Zeit mehr als eine Million US-Dollar an Spenden gesammelt worden. Viele Menschen würdigen damit den Mut des Mannes, dessen Eingreifen nach Angaben der Polizei zahlreiche Leben, unter anderem von Kindern, rettete.
Am Montagmorgen hatten zwei bewaffnete Angreifer das islamische Zentrum in San Diego attackiert. Zu der Einrichtung gehören neben der Moschee auch eine Schule und weitere Gemeinderäume. Während sich Kinder im Unterricht befanden, eröffnete das Täterduo vor dem Gebäude das Feuer.
Amin Abdullah, der an diesem Morgen als Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz war, stellte sich den Angreifern entgegen. „Er spielte eine entscheidende Rolle dabei, dass die Tat nicht noch viel schlimmer ausging“, sagte San Diegos Polizeichef Scott Wahl später auf einer Pressekonferenz. Nach Angaben der Polizei konnten Lehrer, Mitarbeiter und zahlreiche Kinder das Gebäude anschließend sicher verlassen.
Abdullah bezahlte seinen Einsatz mit dem Leben. Für viele Mitglieder der Gemeinde war er weit mehr als nur ein Wachmann. Besucher beschrieben ihn als freundlichen und hilfsbereiten Menschen, der jeden an der Tür der Moschee mit einem Lächeln begrüßte. „Man konnte sehen, dass er seinen Job mit voller Hingabe machte“, sagte ein Gemeindemitglied lokalen Medien.
Besonders bewegend wirkt nun ein letzter öffentlicher Beitrag Abdullahs auf Facebook, der nach seinem Tod vielfach geteilt wurde. Darin schrieb er über seine persönliche Vorstellung von Erfolg: „Was ist Erfolg? Für viele Menschen bedeutet Erfolg finanzielle Sicherheit, ein guter Ruf oder Schönheit. Für mich – bei Allah – bedeutet Erfolg, zu Allah, unserem Schöpfer, mit derselben reinen Seele zurückzukehren, die Er mir bei der Geburt anvertraut hat.“
Die Polizei spricht von einem heldenhaften Handeln. Noch immer sind viele Fragen zum Ablauf der Tat offen. Fest steht jedoch, dass Abdullah sich zwischen die Angreifer und die Menschen im Gebäude stellte – und damit vermutlich zahlreiche Leben rettete.
Bei dem Angriff starben insgesamt drei Menschen. Die beiden Tatverdächtigen, ein 17- und ein 19-Jähriger, wurden später tot in ihrem Auto gefunden. Die Ermittler gehen derzeit von selbst zugefügten Schussverletzungen aus. Da es sich um eine religiöse Einrichtung handelte, wird die Tat als mögliches Hassverbrechen untersucht. Auch das FBI ist eingeschaltet.