30 Tage Verzicht liegen hinter vielen Musliminnen und Muslimen. Bundespräsident Steinmeier betont die Zugehörigkeit des Fastenmonats Ramadan zur religiösen Tradition in Deutschland. Es gehe auch um Zusammenhalt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Fastenmonat Ramadan als „ein in Deutschland beheimatetes Fest“ bezeichnet. Die Tradition gehöre zum religiösen Leben in der Bundesrepublik, erklärte das Staatsoberhaupt in seinem Grußwort an die Musliminnen und Muslime in Deutschland zum Ende des Fastenmonats Ramadan am Donnerstag in Berlin.
Am Freitag beginnt das „Ramadanfest“ (Eid al-Fitr). Dann wird drei Tage lang gemeinsam gegessen und gebetet. Außerdem besuchen sich Familienmitglieder und Freunde und beschenken Kinder. Das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, ist eine der fünf Säulen des Islams neben dem Glaubensbekenntnis, den fünf täglichen Gebeten, dem Almosengeben und der Pilgerfahrt nach Mekka.
Steinmeier lobte zudem die Tradition vieler Moscheegemeinden, Nachbarn zum Fastenbrechen einzuladen. „Das ist eine wunderbar großzügige Geste, die es vielen Menschen leicht macht, die Gebräuche und Traditionen der islamischen Religion kennenzulernen und in der direkten Begegnung den Zusammenhalt zwischen unterschiedlichen Religionen und sozialen Gruppen zu stärken“, so der Bundespräsident.
Der Fastengruß des deutschen Staatsoberhauptes ist in deutscher, türkischer, arabischer und englischer Sprache verfügbar.