69 Angriffe auf Muslime im zweiten Quartal erfasst

Die Bundesregierung hat im zweiten Quartal des aktuellen Jahres 69 islamfeindliche Straftaten registriert. Die Dunkelziffer liegt viel höher. Festnahmen gab es keine.

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Islamfeindliche Straftaten
Symbolbild: Islamfeindlichekeit © Facebook, bearbeitet by IslamiQ.

Bundesweit registrierten die Sicherheitsbehörden zwischen April und Juni 69 islamfeindliche Straftaten gegenüber Muslime und Moscheen. Im ersten Quartal waren es noch 104 Fälle. Das entspricht einem Rückgang um rund 34 Prozent. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der IslamiQ-Redaktion vorliegt.

Von den 69 registrierten Straftaten wurden 23 im Internet begangen. Damit ereignete sich etwa jede dritte Tat im digitalen Raum. Drei Straftaten richteten sich gegen Moscheen. Bei diesen Fällen handelte es sich um Sachbeschädigungen in Potsdam und Nürtingen (Baden-Württemberg).

Bei den erfassten Straftaten wurden drei Menschen leicht verletzt. Schwerverletzte oder Todesopfer gab es nicht. Darüber hinaus wurden erstmals drei Personen als „nicht verletzt“ erfasst. Seit dem 1. Juni 2026 können die Behörden neben tatsächlich verletzten Personen auch Menschen registrieren, gegen die sich eine Straftat richtete, die dabei aber körperlich unverletzt blieben.

Die Behörden ermittelten im Zusammenhang mit den 69 Straftaten insgesamt 39 Tatverdächtige. Festnahmen gab es nach Angaben der Bundesregierung nicht. Auch Haftbefehle wurden nicht erlassen.

1849 Islamfeindliche Straftaten im Jahr 2025

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind und sich durch Nachmeldungen und Änderungen in der Datenbank des Bundeskriminalamts noch verändern können. Für das gesamte Jahr 2025 wurden zum Stichtag 30. Juni 2026 bundesweit 1849 islamfeindliche Straftaten registriert. Davon entfielen 898 auf das Internet. Zudem wurden 58 Straftaten gegen Moscheen erfasst, darunter 21 im digitalen Raum.