Bamberg

Junge Busfahrerin mit Kopftuch wird im Netz angefeindet

Ein Beitrag der Stadtwerke Bamberg über eine junge Busfahrerin mit Kopftuch hat im Netz auch rassistische Kommentare ausgelöst. Das Unternehmen stellt sich hinter seine Auszubildende.

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Busfahrerin mit Kopftuch in Bamberg
Busfahrerin mit Kopftuch in Bamberg © shutterstock / Stadtwerke Bamberg, bearbeitet by iQ

Die Stadtwerke Bamberg haben sich gegen rassistische und respektlose Kommentare zu einem Beitrag über eine junge Busfahrerin mit Kopftuch gewandt. „Wir akzeptieren so etwas nicht“, sagte Pressesprecher Jan Giersberg am Dienstag. Das Unternehmen stehe für „Offenheit, Respekt und Vielfalt“.

Die Stadtwerke hatten die angehende Berufskraftfahrerin am vergangenen Freitag in den sozialen Medien vorgestellt. Mit dem Beitrag wollten sie auf Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam machen und zugleich dafür werben, dass sich mehr Frauen für den Beruf entscheiden.

Der Frauenanteil in der Ausbildung zur Berufskraftfahrerin liege derzeit bei rund zehn Prozent.

Stadtwerke duldet keine rassistischen Kommentare

Unter dem Beitrag gab es neben zahlreichen positiven Reaktionen auch Äußerungen, die nach Angaben der Stadtwerke rassistisch und diskriminierend waren. Das Unternehmen nahm dies zum Anlass für eine öffentliche Stellungnahme. Man müsse „ganz dringend etwas Wichtiges los werden“, hieß es darin. Rassismus und Diskriminierung würden nicht geduldet.

Die Auszubildende selbst berichtet im ursprünglichen Beitrag von unterschiedlichen Reaktionen der Fahrgäste. „Da fährt ja eine Frau. Die schauen richtig zweimal“, wird sie zitiert. Manche Passagiere seien „richtig schockiert“, insgesamt habe sie bislang aber viel positives Feedback erhalten.

„Lieblingsbusfahrerin“

Auch in den Kommentaren fanden sich zahlreiche Unterstützer. Eine Nutzerin bezeichnete die junge Frau als ihre „Lieblingsbusfahrerin“. Andere berichteten, bereits mit ihr gefahren zu sein, und lobten ihre Arbeit.

Nach Angaben der Stadtwerke gibt es im Bamberger Personennahverkehr bereits zahlreiche Frauen hinter dem Steuer. Mit der Vorstellung der Auszubildenden wollten sie nach eigenen Angaben zeigen, dass technische und