Rostock

Unbekannter legt Schweinekopf vor Moschee ab

Ein Unbekannter hat einen Schweinekopf am Eingang einer Moschee in Rostock abgelegt. Der Staatsschutz ermittelt und sucht nacht Zeugen.

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08
2026
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Symbolbild: Polizei in Rostock © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Symbolbild: Polizei in Rostock © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

In Rostock ist die Al Nour Moschee Ziel eines mutmaßlich islamfeindlichen Angriffs geworden. Ein Unbekannter legte einen Schweinekopf am Eingang des Kulturzentrums ab, in dem sich die Moschee befindet. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Eine Zeugin habe den Schweinekopf am Samstagmorgen in der Salvador-Allende-Straße im Stadtteil Toitenwinkel neben dem Eingang entdeckt, teilte die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde er zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen dort abgelegt.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen nach Paragraf 166 des Strafgesetzbuches. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass der Verdacht einer entsprechenden Straftat bestehe.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die Angaben zum Ablegen des Schweinekopfes oder zu möglichen Tatverdächtigen machen können.

231 Islamfeindliche Straftaten im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres sind 231 islamfeindliche Straftaten erfasst worden. Dabei wurden 9 Moscheen angegriffen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. 127 Tatverdächtige wurden ermittelt, Festnahmen gab es keine.

Von den 231 Fällen wurden 33 im Internet registriert. 44 Fälle entfielen auf den Straftatbestand der Volksverhetzung. 13 Fälle betrafen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem wurden elf Gewaltdelikte, neun Fälle von Nötigung oder Bedrohung und drei Sachbeschädigungen erfasst. Die übrigen 47 Fälle wurden unter „andere Straftaten“ geführt.