Unna

Unbekannte setzen Zelte vor Moschee in Brand

In Unna haben Unbekannte Zelte auf dem Gelände einer Moschee in Brand gesetzt. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung.

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04
2026
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Moschee in Unna © Avrupa'nın Sesi / DITIB-Unna

Unbekannte haben in der nordrhein-westfälischen Stadt Unna Zelte auf dem Gelände einer Moschee in Brand gesetzt. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, wie die Polizei mitteilte. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Betroffen ist die DITIB-Zentralmoschee. Die Zelte waren im Innenhof für ein Gemeindefest aufgebaut worden. In der Nacht brach dort ein Feuer aus, das die gesamten Zeltkonstruktionen zerstörte. Auch Sitzmöbel wurden stark beschädigt.

Die Feuerwehr rückte nach einem Notruf aus und konnte die Flammen nach kurzer Zeit unter Kontrolle bringen. Anschließend sicherten Einsatzkräfte den Bereich, während die Polizei mit der Spurensicherung begann. Die Ermittler prüfen derzeit, ob es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Eine entsprechende Untersuchung wurde eingeleitet. Hinweise auf die Täter lagen zunächst nicht vor.

Die Moscheegemeinde zeigte sich betroffen von dem Vorfall und forderte eine schnelle Aufklärung. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Hintergründe der Tat zügig geklärt und die Täter ermittelt werden können.

1032 Angriffe auf Muslime

Die Zahl antimuslimischer Straftaten in Deutschland bleibt hoch. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1032 Angriffe auf Muslime und Moscheen registriert. Allein im zweiten Halbjahr zählten die Sicherheitsbehörden 543 islamfeindliche Vorfälle im Bereich der politisch motivierten Kriminalität. Ein erheblicher Teil der Fälle ereignete sich außerhalb klassischer Gewaltsituationen im öffentlichen Raum.