Moscheeangriffe

Zwei weitere Moscheen erhalten einen abgebrannten Koran mit Fäkalien

In den vergangenen Wochen haben mehrere Moscheen in NRW einen Umschlag mit einem abgebrannten Koran bekommen. Nun kam es zu weiteren Vorfällen in Duisburg und Berlin.

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11
2023
Moscheen in NRW werden angegriffen (c) DITIB ADS
Moscheen in NRW werden angegriffen (c) DITIB ADS

Seit dem 7. Oktober haben in mehreren Moscheen in NRW eine Hassbotschaft mit islamfeindlichen Äußerungen erhalten. Am Samstag erhielten zwei weitere Moschee, die DITIB Zentralmoschee in Duisburg und die DITIB Koca Sinan Mosche ein Berlin denselben Umschlag.

Auch in den beiden Fällen seien dem abgebrannten Koran Fäkalien und Fleischteile beigelegt gewesen, teilte die Antidiskriminierungsstelle der DITIB mit. In beiden Fällen ermittelt die Polizei.

Insgesamt haben in Nordrhein-Westfalen zehn Moscheen diesen Umschlag erhalten. Die Recklinghausen Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen verurteilte die Taten aufs Schärfste: „Unsere Gesellschaft ist geprägt von Zusammenhalt, Solidarität und Respekt. Für jede Form von Islamfeindlichkeit, Antisemitismus oder Rassismus haben wir keinen Platz.“

Drei Straftaten auf Muslime pro Tag

Auch die Zahl der Angriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland hat wieder zugenommen. In den ersten neun Monaten wurden bereits mehr Angriffe registriert als im Vorjahr. Insgesamt hat die Polizei 686 islamfeindliche Angriffe erfasst. Die Bundesregierung hat zwischen Juli und September bislang 271 Angriffe auf Muslime, die aus islamfeindlicher Motivation heraus begangen wurden. Darunter galten 20 Angriffe auf eine Moschee. (dpa, iQ)

Leserkommentare

Ethiker sagt:
Dass sich niemand aus der Öffentlichkeit seit Jahrzehnten dazu äußert, spricht Bände. Wer Hass duldet, lässt Hass verbreiten, stimmt der Fortsetzung des Hasses zu und wird so zum Gesinnungshelfer. Wer nicht von Hass spricht, hat mit der Realität nichts zu tun oder kennt nicht den Unterschied zwischen Ablehnung und Feindschaft.
20.11.23
19:59
Marco Polo sagt:
Die beschriebenen Umschläge sind natürlich sehr irritierend & maliziös - wohl auch als eine massive Islamkritik angelegt. Aktivitäten voller Hass sind niemals zielführend. Das gilt selbstverständlich auf allen Ebenen und für alle Strukturen in Gesellschaft und Politik. Leider gibt es auch aus Moscheen heraus die Verbreitung von Hass, der von einer feindschaftlichen Gesinnung gespeist ist. In München ermittelt aktuell die Generalstaatsanwaltschaft gegen den Imam Mohamed Ibrahim vom Islamischen Zentrum München (IZM) mit der Fragestellung, hat er "Hamas-Terror bejubelt?" - so berichtet der Bayerische Rundfunk. "Es ist nicht das erste Mal, dass der Imam für negative Schlagzeilen sorgt. Im September 2022 hatte er eine Gedenkrede auf einen zuvor verstorbenen muslimischen Gelehrten gehalten. Dieser Gelehrte hatte in Reden immer wieder gegen Israel gehetzt und Lügen über den Holocaust verbreitet." So lautet die Meldung von BR24. Mehrere Parteien und Teile des Münchner Stadtrats zeigten sich damals empört über die Huldigung des verstorbenen "Extremisten" Yusuf al-Qaradawi in der Moschee in München-Freimann. Lobredner Imam Mohamed Ibrahim sagte über ihn: "Von unserem großen Gelehrten: Den habe ich oft zitiert in Predigten und in Vorträgen." >> Höchst kritikwürdig und menschenfeindlich ist vor allem auch ein Buch von Qaradawi, das laut Bayerischem Verfassungsschutz in deutscher Sprache in Moscheen erhältlich war, in dem der radikale Prediger unter anderem die Todesstrafe für außereheliche Sexualität fordert und Männern Ratschläge gibt, wie sie ihre Ehefrauen "islamkonform" schlagen können. Die Stadt München verurteilte auch Qaradawis "antisemitische, frauenverachtende, LGBTIQ-feindliche und terrorismusverherrlichende Äußerungen und Veröffentlichungen" und damit "jede Form der menschenfeindlichen Aufhetzung - ganz egal, in welchem gesellschaftlichen oder politischen Kontext." Der mittlerweile suspendierte IMZ-Imam will sich jetzt wieder im Nachhinein als ein mißverstandenes Unschuldslamm darstellen und die unsägliche, islamische Buch-Propaganda in seinen Moschee-Predigten marginalisieren. Nur hat das mit der Realität nichts zu tun. Derartige Umtriebe in Moscheen sind Angriffe auf eine freiheitliche und liberale Gesellschaftsordnung und können nicht geduldet werden, sonst wird man zum Gesinnungshelfer.
21.11.23
13:24
koranus sagt:
Islamverteter und bestimmte Muslime haben zu viel schlimmeren Verbrechen geschwiegen
21.11.23
18:14