Berlin-Mitte

Polizei: Mann schlägt Frauen und beleidigt sie rassistisch

Ein 54-Jähriger soll in Berlin-Mitte zwei Frauen rassistisch beleidigt und tätlich angegriffen haben. Die Frauen erlitten leichte Verletzungen.

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08
2021
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Polizei Absperrung Moscheen
Polizei Absperrung © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Ein 54-Jähriger soll in Berlin-Mitte zwei Frauen rassistisch beleidigt und tätlich angegriffen haben. Bei der Auseinandersetzung erlitt der Mann selbst eine Kopfverletzung und Hautabschürfungen an der Hand, eine der Angegriffenen wurde am Kopf und Arm verletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen waren die zwei 29-Jährigen am späten Sonntagabend aus einem Café kommend auf der Köpenicker Straße auf dem Heimweg, als es zu einem Streit mit dem Mann kam. Er hatte sich zuvor ebenfalls in dem Café aufgehalten.

Der Angreifer soll eine der Frauen mit der flachen Hand auf die Wange geschlagen und in den Arm gebissen haben. Daraufhin schlugen die Frauen gemeinsam auf den Mann ein. Eine Atemalkoholmessung ergab bei ihm 1,08 Promille. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Beleidigung und wechselseitiger Körperverletzung.

Deutlich mehr rechtsextreme Aktionen im zweiten Quartal

Die Zahl der rechtsextremen Aktionen in Brandenburg hat Polizeiangaben zufolge im zweiten Quartal dieses Jahres wieder deutlich zugenommen. Von April bis Juni registrierten die Behörden 21 Aktivitäten, wie das Innenministerium in Potsdam auf eine Anfrage der Linke-Landtagsabgeordneten Andrea Johlige mitteilte. Das waren 16 Fälle mehr als in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Die Zahl der Teilnehmer stieg im Quartalsvergleich von 270 auf 358.

Bei zwei Zusammenkünften kam es den Angaben zufolge zu Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Damit erhöhte sich die Zahl der Straftaten im ersten Halbjahr 2021 auf fünf. An neun Mahnwachen, Plakataktionen, Kranzniederlegungen und anderen Veranstaltungen beteiligten sich die rechtsextreme NPD oder deren Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten als Organisator. Die rechtsextreme Partei „Der III. Weg“ trat acht Mal als Veranstalter ähnlicher Aktionen auf. (dpa/iQ)