Berlin

Mann rassistisch beleidigt und gestoßen

Ein Unbekannter hat einen Mann im Berliner U-Bahnhof rassistisch beleidigt und umgestoßen. Der Angreifer flüchtete. Der Staatsschutz ermittelt.

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berlin rassistisch
Symbolbild: Berlin- Straßenbahn.© by Ingolf auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet iQ.

Ein Unbekannter hat einen Mann im Berliner U-Bahnhof rassistisch beleidigt und umgestoßen. Der Mann griff den 27-Jährigen am frühen Samstagmorgen an, als dieser die Treppen der Station Cottbusser Platz in Hellersdorf betreten wollte, wie die Polizei mitteilte. Das aus Sierra Leone stammende Opfer fiel auf die Treppenstufen und erlitt Verletzungen an Nase und Stirn, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Der Angreifer flüchtete in unbekannte Richtung. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. Laut den Informationen des Pressesprechers der Berliner Polizei an IslamiQ wird der Täter anhand von Zeugenaussagen weiter gesucht.

Muslimin rassistisch angegriffen

Gewalttaten im öffentlichen Berliner Nahverkehr haben schon öfter bundesweit für Empörung gesorgt. Ein Betrunkener soll einer muslimischen Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm am U-Bahnhof Hellersdorf Alkohol über den Kopf gegossen haben. Zuvor soll der 35-Jährige die Mutter rassistisch beleidigt haben. Die Frau war mit ihren beiden Kindern unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Demnach erstatte die 29 Jahre alte kopftuchtragende Frau Anzeige. Der Staatsschutz ermittelt. (dpa/iQ)

 

Leserkommentare

Ethiker sagt:
Es muss endlich für verschiedene Delikte unabhängige Stellen oder Träger geschaffen werden, die die Taten registrieren. Bekannterweise ist die Dunkelziffer sehr hoch ist und teilweise werden von Polizei sogar die Angegriffenen verdächtigt. Beispiel:NSU. Dass Polizeiliche Statistiken nicht mehr als eine wage Tendenz aufzeigen ist mittlerweile überall bekannt. Sie sagt mehr über die Polizeiarbeit aus, als über die treffenden Verhältnisse von Delikten. Polizeiarbeit ist primär staatserhaltenend und staatsschützend ausgerichtet, sie schützt die Mehrheit und legetimiert sich aus ihr. Minderheiten haben das Nachsehen. Ein unabhängiger Datenabgleich ließe sich über verschiedene unabhängige Institute erzielen.
19.10.19
20:18
Kritika sagt:
L.S. Eine feige Tat, sich an ein Farbiger so zu abzureagieren. Der Mann hat seine Hautfarbe ja nicht gewählt, und sogar dann wäre die Tat feige. In seinem Herkunftsland, Siera Leone haben kürzlich streng Gläubige Muslim-Verbrecher 500 Menschen brutal ermordet. Ihm wäre daher zu wünschen gewesen, dass er hier sorgenfrei, durch Deutsch- und Fachkurse an seiner Eingliederung arbeiten kann. Hier haben wir es wohl tatsächlich einmal mit purer Rassismus zu tun. Ich hoffe, dass der Täter gefunden- und gehörig bestraft wird. ---------- Die beiden zurückliegenden Fällen von MuslimFeindlichkeit haben dagegen mit Rassismus, wie in dem obigen Fall, nichts zu tun. Es handelt sich um pure Leichtsinn und Dummheit. Beide KopftuchFrauen wussten natürlich, dass sie bei IslamFeinden wie eine Zielscheibe wirken. - Ob das nun erlaubt ist oder nicht - Besonders unverantworlich handelte die KopftuchFrau mit Kind. Vorsorgliche Mütter verzichten, wenn sie ein Baby tragen auf's Kopftuch. Wenn sie Demonstrieren will für eine unmenschliche Ideologie, dann ohne Baby,. Also Kind oder Kopftuch, beides ist riskant für's Baby. Der französische Bildungsminister brachte es auf dem Punkt: " das Tragen eines Kopftuchs ist in unserer Gesellschaft nicht erwünscht “. Dem ist nichts hinzuzufügen. Gruss, Kritika
20.10.19
0:14
Brad Lewis sagt:
Bundesweit hat leider schon öfters auch die lange Liste der Gewalttaten gegen nicht-heterosexuelle Menschen in Berlin und anderswo für Empörung gesorgt. Die WELT schrieb am 21.08.2019 dazu: "Die Zahl der Angriffe steigt kontinuierlich. Doch körperliche Angriffe sind nur eine Facette des offenen Hasses gegen LGBTIQ-Personen in der Hauptstadt." Schläge, Tritte, Beschimpfungen, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen - die Liste der Vorfälle incl. rassistisch-homophober Beleidigungen in Berlin ist lang. Die WELT: "Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin ist die Zahl der eingeleiteten Verfahren mit LGBTIQ-Bezug seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Dass viele Betroffene von einer Zunahme von Aggressivität seit dem Flüchtlingszuzug von 2015 berichten, ist auch den Staatsanwälten nicht entgangen." Oberstaatsanwältin Ines Karl wörtlich: "Natürlich sind unter den neu Zugereisten viele Menschen, denen nicht bewusst ist, dass in Deutschland mitunter völlig andere Maßstäbe und Wertvorstellungen herrschen als in den Ländern, aus denen sie geflohen sind. Das kann zu verstärkten Übergriffen führen." Auch queere Flüchtlinge selbst werden immer wieder zu Opfern, auch durch eigene Landsleute mit dem islamischen Koran-Befehlsbuch im Kopf. Die WELT: "Die Zahlen der Staatsanwaltschaft Berlin zeigen...von den 261 Verfahren, die im vergangenen Jahr eingeleitet wurden, konnten in 152 Fällen Verdächtige namhaft gemacht werden." Die WELT: "Dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt 'Maneo', das unter anderem ein 'Überfall-Telefon' für Betroffene betreibt, wurden 2018 382 Übergriffe gemeldet. Es gebe Transpersonen, die erzählten, sie müssten jeden Tag eigentlich drei Fälle melden. Doch sie machten es nicht, 'einfach aus Erschöpfung'." Die Dunkelziffer ist hoch. Minderheiten haben wirklich das Nachsehen. Und oftmals trägt daran sogar eine Religion Mitschuld.
20.10.19
19:25
Emanujel Schaub sagt:
Kritika ! Nur zur ERINNERUNG: BLACK IS BEATIFUL ! gruß emanuel
23.10.19
14:07