Niedersachsen

Schura Niedersachsen unterzeichnet Charta für Betreuung sterbender Menschen

Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Aus diesem Grund haben die Schura-Niedersachsen und 28 weiteren Organisationen eine Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen unterzeichnet.

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Hilfe
Notfallseelsorge in Kassel © by Maik Meid auf Flickr (CC BY-SA 2.0), bearbeitet islamiQ

Es geht um ein würdiges Sterben. Die Hospizbewegung setzt sich seit über drei Jahrzehnten aktiv dafür ein, leistet intensive Aufklärungsarbeit, bietet Sterbe- und Trauerbegleitung in den „eigenen vier Wänden“ und hilft Kranken wie Angehörigen, ein Stück Alltagsnormalität zu bewahren.

Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ ist dabei der Leitfaden des hospizlichen Handelns, der zur nationalen Strategie werden soll, um die Wahrung der Würde in der letzten Lebensphase im gesellschaftlichen und politischen Bewusstsein weiter zu verankern.

Nachdem das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Charta bereits unterschrieben hat, hat der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. (LSHPN) in Kooperation mir der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen am heutigen Donnerstag, 29. November, zu einem großen Festakt anlässlich einer konzertierten Unterschriftenaktion eingeladen.

„Sterbeprozess unumgänglicher Bestandteil des Leben“

Gleich 29 namhafte niedersächsische Institutionen und Organisationen, darunter auch die Schura Niedersachsen haben die Charta in der Neustädter Hof- und Stadtkirche/Hannover feierlich unterzeichnet. Damit haben sie ein klares Zeichen gesetzt: Gemeinsam die gesellschaftliche, politische und soziale Herausforderung anzugehen, die die Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase auch mit Blick auf den demografischen Wandel mit sich bringt.

„Der Sterbeprozess ist unumgänglicher Bestandteil des Lebens, bei dem auf religiöse Bedürfnisse geachtet werden muss“, erklärt Recep Bilgen, Vorsitzender der Schura Niedersachsen auf Anfrage von IslamiQ. Die Charta stelle hierfür eine Grundlage dar und dient als Leitfaden.

„Versorgung schwerstkranker Menschen verbessern“

„Die menschenwürdige Sterbebegleitung ist eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Kennzeichen einer humanitären Gesellschaft. Die Charta trägt dazu bei, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche zu fördern und die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann bei dem Festakt.

Zu den Unterzeichnern der Charta zählten unter anderem die beiden großen Kirchen, der Landesverband der jüdischen Gemeinden, alle Wohlfahrtsverbände, Vertreter von im Landtag vertretenen Parteien, Hausärzteverband, Apothekerkammer, die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und die Hochschule Hannover.

Leserkommentare

Emanuel Schaub sagt:
Bei aller Lebe (Pardon für den Ausdruck in diesem Zusammenhang!) Von würdigem Sterben habe ich beim Sterbe Prozess (eklig klinischer Ausdruck!!) habe ich weder bei meiner Tante 14 Std noch bei meiner Mutter etwas bemerkt. Im Gegenteil ;mir bot sich die kreatürliche Ohnmacht und Hilflosigkeit die "wir" als biologische und seelische Lebewesen im Sterbeprozess(eklig klinischer Ausdruck) ertragen müssen!! Dass bei meiner Tante sich ein Arzt nicht blicken less scheint auch mit deren "rustikalen" Einstellung zu Tod zusammen zu hängen, Dass religiöse Begleitun??(sie ...gehen ja eben nicht mit (wohin auch immer ..) ist bei religiös verwurzelten sicher wünschenswert. Ein ketzerischer Hinweis zu Ursache /Wirkung resp. Karma Überzeugungungen: Der "grösste Sünder" gegen alle Ernährungs /Trink... Gesetze verstossenn...habende 85 Herr legte sich mit einem (ernst gemeinten zu seiner Familie-ich will jetzt schlaf und verschied friedlich 9 Wie so manch einer der wirklich schlimmsten Verbrecher der Welt Geschicht. gruss emanuel
30.11.18
14:56
Emanuel Schaub sagt:
Off topic -oder eben auch nicht... Dass wir ...als sterbliche Wesen sowenig Solidarität gegen den "letzeten Feind"(Paulus) aufbringen ,habe ich in meiner idealistisch verbrämten .. Naivität noch nie begreifen können! Noch wieiter off topic resp Nachtrag zu Diskreminierung von Menschen mit schwarzer HAUT (man stelle sich sich die unglaubliche DUMMHEIT vor ,die als was auch immer zu benutzen) Vorige Woche hatte ich das Glück! an der Kasse beim Penny eine junge Schülerin zu sehen. Wie s c h ö n ist doch schwarze Haut!! gruss emanuel
30.11.18
15:13