Rechtsextremismus

Experte warnt vor rechtsextremer Terrorgefahr

Der Experte Gideon Botsch für Rechtsextremismus der Universität Potsdam warnt vor einer erhöhten Terrorgefahr von Rechtsextremisten.

18
06
2019
Symbolbild: Rechtsextremismus © shutterstock, bearbeitet by iQ
Symbolbild: Rechtsextremismus © shutterstock, bearbeitet by iQ

Nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) hat der Experte Gideon Botsch vor einer erhöhten Terrorgefahr gewarnt. „Die nächsten 12 bis 18 Monate werden besonders gefährlich“, sagte der Leiter der Forschungsstelle für Antisemitismus und Rechtsextremismus des Moses Mendelssohn Zentrums an der Universität Potsdam dem „Tagesspiegel“ (Dienstag).

Als Risikofaktor nannte der Experte für Rechtsextremismus eine von Frust geprägte rechte Szene – unter anderem durch die rückläufige Aufmerksamkeit für Proteste wie bei Pegida. Es sei „wahrscheinlich, dass mit dem Abflauen der Aufmerksamkeit für solche Gruppen die terroristischen Akte zunehmen werden“.

Bis Mitte 2018 hätten diese Gruppen einen politischen Umsturz propagiert. Das habe nicht funktioniert. Dieser Frust könnte nun einige Zellen erneut mobilisieren, weiter radikalisieren und zu einer rechten Terrorgefahr führen.

Experte: „Die Feindbilder sind markiert“

„Die Feindbilder sind markiert“, sagte Botsch, der auch die AfD in diesem Kontext verantwortlich macht. „Da hat die AfD deutlich mitmarkiert, da hat Pegida mitmarkiert. All diese Kräfte, die sich offiziell von Gewalt distanzieren, haben sehr deutlich zur Hetze beigetragen.“

Die Bundes-AfD glaubt nicht, dass das Attentat den Beginn einer rechtsterroristischen Welle markieren könnte. „Diese Gefahr sehen wir nicht“, sagte der Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Christian Lüth, der Deutschen Presse-Agentur. Auf den von Politikern anderer Parteien erhobenen Vorwurf, die AfD habe mit Verbalradikalismus den Nährboden für derartige Taten bereitet, antwortete er: „Nein, wir haben mit solchen Taten nichts zu tun.“ (dpa/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Was eigentlich geht eine auf Islamische Weltherrschaft - - ( = Islamische Weltunterdrückung ) - - ausgerichtete Islam-Ideologie den Mord der " Rechte " an ? Wird "die Rechte" als Konkurrenz um die Mord-Vormachtstellung in Deutschland wahrgenommen ? Als Konkurrenz - Ideologie? "MordMeister" in Deutschland sind, auch nach dem Mord an Walter Lübcke, weiterhin - mit grossem Abstand die Muslims. Ach hat niemals ein AfD Anhänger einen Mord begangen. Wieviel persönliche Leid wäre viele Bundesbürger erspart geblieben, -- z.B den Eltern der Freiburger Studentin Maria Ladenburger -- wenn kein bösartiger Muslim unkontrolliert in Deutschland eingefallen wäre. Bekanntlich wurde die Freiburgern Maria Ladenburger von einem Muslim vergewaltigt und - um Spuren zu verwischen - in einem Gewässer ertränkt. Kann sich ein Muslim überhaupt in dem Leid der Eltern versetzen ? Islamiq war das niemals eine Erwähnung wert, obwohl es doch um einen Muslim-Mörder ging.
18.06.19
23:09
Emanuel Schaub sagt:
Wenn schon keine Hemmungen mehr bestehen regelrechte Hinrichtungen an Nicht Muslime zu vollstrecken -nur weil sie die muslimeichen Mitbürger vernal in Schutz zu nhmen versuchen, dann darf ich mir gar nicht vorstellen ,was alles geschieht "wenn alle Dämme brechen" Ganz bestimmt sind solche "Nachrufe" nicht ,dazu dienlich das schlimmeres verhindert wird. gruß emanuel
21.06.19
11:26
Stéphanie sagt:
@ Kritika Ihre Kommentare finde ich doch ziemlich stupid. Es liegt in der Natur des Menschen, dass es welche gibt, die morden. So wie es welche gibt, die hetzen und provozieren. Diese Sorte Menschen hat es schon immer und überall gegeben. Insofern perlen Ihre substanz- und niveaulosen Wortkonstrukte wie Muslim-Mörder bei mir ab. Interessant finde ich nur, was Sie über sich selbst dabei aussagen...
21.06.19
16:15