Antisemitismus und Islamfeindlichkeit

Ein Vergleich von auferlegten Gruppenidentitäten

Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Dieser und weiteren Fragen geht Cora Alexa Døving nach.

18
08
2014

Existieren Ähnlichkeiten zwischen stereotypischen Porträts von Minderheiten, ungeachtet des sozialen und historischen Kontextes? Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Ist es insgesamt relevant, den Antisemitismus mit anderen Formen der Intoleranz, Diskriminierung und des Rassismus im Einklang zu betrachten? Diese Fragen bilden einen Teil der vergleichenden Analyse der antisemitischen Texte vom Anfang des 20. Jahrhunderts und antiislamischen Debatten, die heute in Norwegen geführt werden.

Während sich dieser Artikel gegen eine grundlegende Analogie zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (und ebenso gegen eine Analogie zwischen der strukturellen Position der Juden im neunzehnten Jahrhundert und Muslimen heute) stellt, argumentiert er für die Bedeutung einer vergleichenden semantischen Analyse der negativen Stereotypen des „Muslims“ und des „Juden.“

 

„Der kollektive Jude“ als ein Bezugspunkt – ein historischer Vergleich von Texten

Der Begriff „Semit“ bezog sich ursprünglich auf eine Sprachfamilie sowohl des Hebräischen als auch des Arabischen und vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Juden und Muslime als Semiten betrachtet. Aber der Begriff Semitismus bezieht sich auch auf eine Art von Menschen und eine Art von Kultur: Der christliche Westen betrachtete Juden und Muslime als verwandte Arten desselben religiösen Erbes. Kalmar, I.D. schreibt in seinem Artikel „Antisemitismus und Islamfeindlichkeit: Die Bildung eines Geheimnisses“, dass nach der Renaissance „die Tendenz bestand, … sich die Juden nach dem Beispiel von dem was über die Muslime mit der Zeit bekannt war vorzustellen,“ und dass das Judentum von vielen als „Teil der allgemeinen arabischen Religion“ definiert wurde (2008:2).

Wenn die Arabisierung der Juden im Antisemitismus aufgegriffen wurde, entsprach dies der Vorstellung, dass die Juden nicht anpassungsfähig zum christlichen Europa waren. Nach Jahrhunderten des doppelten Aufbaus der Juden und Muslime, machte das neunzehnte Jahrhundert es möglich, „sie getrennt voneinander zu lieben oder zu hassen“, wie Kalmar es ausdrückt. Der Hauptgrund für diese Trennung ist natürlich die Zeit des Nationalsozialismus, in der die Juden rassistisch verfolgt wurden.

Der thematische Komplex innerhalb des Antisemitismus umfasste, die Rasse, Gesinnung und Religion. Heutzutage ist der Bezug zur Rasse zu einem Großteil verschwunden, aber die Hinweise auf Religion, Kultur und Gesinnung sind immer noch sehr präsent. Weil das biologische Argument der Rasse zum zentralsten Aspekt des Antisemitismus erklärt wurde, wird der Antisemitismus häufig als wichtige Quelle des Lernens über Gruppenhass auf allgemeiner Ebene vernachlässigt.

Wenn man antisemitische Literatur betrachtet wird trotzdem deutlich, wie Argumente über Religion und Kultur extrem herausragen. Es ist der direkte Zusammenhang, der zwischen Kultur, Religion und Gesinnung hergestellt wird, welcher die folgenden Beispiele verbindet.

Das Hauptproblem, weshalb das Heranziehen des Antisemitismus als Grundlage für einen Vergleich schwierig ist, besteht in erster Linie darin, welche grauenvollen Konsequenzen dieser hatte. Den Antisemitismus als Anknüpfungspunkt zu nutzen ist trotzdem nicht dasselbe, wie den Holocaust für dasselbe Ziel heranzuziehen. Weder die Politik Hitlers noch der Holocaust waren festgeschriebene Konsequenzen des über viele Jahre praktizierten Antisemitismus.

Verfechter und Verbreiter der antisemitischen Haltungen in den frühen 1900er Jahren hätten Hitlers Vernichtungspläne als barbarisch und schrecklich angesehen. Nichtsdestotrotz glauben Historiker, dass die entmenschlichende und negativ stereotype Wahrnehmung der Juden, welche der Antisemitismus begründet hatte, ein Grund für den Mangel an Opposition gegen den Aufstieg der Nazi Ideologie war. Es ist daher der Antisemitismus aus vergangenen Zeiten und nicht jener der Nazi Gesellschaft oder Ideologie, der für meinen Vergleich als Grundlage herangezogen wird.

 

Das Material

Das Material zu gegenwärtigen Debatten zum Islam stammt von norwegischen Debatten zur Immigration, die in Internetausgaben von Tageszeitungen im Zeitraum von September 2006 bis Februar 2007 geführt wurden, von Debatten zur Immigration in den Papierausgaben derselben Zeitungen und Bücher zum Islam und zur Integration, die im Zeitraum von 2005 bis 2007 in Norwegen veröffentlicht oder ins Norwegische übersetzt wurden. Die Bücher, die ich ausgesucht habe, sind zu einem hohen Grad antiislamisch (Bat Ye`or 2005, Bawer 2006, Steyn 2006, Phillips 2006, Storhaug 2006, Laqueur 2007, Berg 2007). Das Material aus dem letzten Jahrhundert stammt von norwegischen Zeitungsartikeln, Zeitschriften und antisemitischen Büchern vom Beginn der 1900er bis in die 1930er (Die Journale Nasjonalt Tidsskrift, Bände von 1921-1935, und Fronton. Organ for politisk nyorientering, Bände von 1933-1935.)

 

Einige Beispiele

 

Die Machtübernahme.

Seit dem 18 Jahrhundert existieren Ideen dazu, wie Juden die Weltherrschaft durch die Einführung des Liberalismus und der Demokratie und durch die Unterminierung der Monarchie und der Kirche erreichen würden. Norwegische antisemitische Zeitschriften hatten „Die Weltherrschaft Judäas“ als wiederkehrendes Thema in mehreren Ausgaben. Eine Parallele kann zwischen diesem Machtübernahmemythos im Antisemitismus und dem bezüglich der Muslime in Europa gezogen werden (Eurabia Theorie).

Bücher wurden in zahlreichen europäischen Ländern veröffentlicht, die vor einem großen Umbruch warnen, für den der Rest der Gesellschaft blind zu sein scheint (Bawer 2006, Berg 2007, Storhaug 2006, Falachi 2004). Die Gründe für diesen Umbruch sollen auf den folgenden Aussagen basieren: Viele Millionen Muslime in Europa teilen nicht die europäischen Werte, Europa, das ahnungslos über das Wachstum der muslimischen Minderheit ist, befindet sich kurz davor Selbstmord zu begehen, Muslime sind in erster Linie gegenüber den islamischen Gesetzen treu und durch eine hohe Geburtenrate und die Migration sind die europäischen Muslime Teil des Planes Europa zu übernehmen. Im Folgenden befindet sich ein Zitat mit Bezug auf Juden und eines mit Bezug auf Muslime:

Hohe Positionen werden von den fremden Immigranten besetzt und die eigenen Söhne unseres Landes sinken herab auf unterwürfige und untergeordnete Positionen… Dies ist keine erfundene Horrorgeschichte – es ist die pure Realität… Die Juden streben danach, die Weltherrschaft zu übernehmen. (Nationalt Tidsskrift,1926:7).

Der Islam hat mindestens fünf mächtige Waffen: Die Religion, Emigration, Geburtsrate, Öl und die Geduld der Jahrhunderte. Alle diese Faktoren, jede für sich und vereint, zielen in Richtung Expansion und Vorherrschaft. (Berg 2007:27).

Antisemitische und antiislamische Texte haben beide die Beschreibung gemein, wie die Gastfreundschaft des neuen Landes ausgenutzt wird. Bruce Bawer (2006) beschreibt, wie der norwegische Sozialstaat von Muslimen ausgenutzt wird, während Eivind Saxlund die Freiheit kritisiert, die Juden erhalten haben, ihre Religion zu praktizieren: Sie „haben es erreicht, die Erlaubnis zu „freier Religionsausübung“ zu erhalten, mit Synagogen und ihren eigenen Schulen, in Wahrheit schaffen Sie einen Staat im Staate“ (1922:25). Der Antisemitismus betont, dass Juden eine besondere Gefahr repräsentieren, weil sie schon drin sind. Ähnlich sind die Muslime, die schon in Europa sind, im Vergleich, jene, die am meisten gefürchtet werden. Die Angst vor einer Islamisierung Europas ist vergleichbar mit dem Ausdruck der „Judifizierung Europas“, ein wiederkehrendes Thema in antisemitischer Literatur.

 

Die naive Linke.

In zahlreichen Texten aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird wiederholt, wie europäische Länder unter der nationalen Schwäche leiden in Anbetracht der Gefahr, welche Juden darstellen. Nicht anders als die Kritik, die heute an die sogenannte politisch korrekte Linke gerichtet wird. Im Namen des kulturellen Relativismus erlauben sie Europa, in die Hände der Muslime zu fallen. Als weiteres Argument ist zu hören, dass die Linke unfähig sei, unsere Werte gegen die Gefahr, die der Islam darstellt, zu verteidigen. Innerhalb des Antisemitismus wurden ebenfalls liberale und linksgerichtete Kräfte als „Verteidiger der Juden“ und „naive Selbstleugner“ bezeichnet.

Von Gott befohlener Hass. Beide, sowohl die Juden aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als auch die Muslime heutzutage, werden als tief religiöse Menschen beschrieben. Wo „wir“ in der Lage sind, Unterschiede zwischen dem, was zum Bereich der Religion und dem, was zu der säkularen Welt gehört, zu ziehen, verbinden „Sie“ beides. Und ihre religiöse Identität ist stets ihr auffälligstes Merkmal. Hier folgt nun ein Zitat aus einem antisemitischen Text:

Angelegenheiten, die von uns als zum säkularen, zivilen Bereich zugehörig betrachtet werden, werden von den Juden als Teile der Religion betrachtet. (Saxlund 1922:35)

Sowohl die kollektive Gesinnung als auch die Religion, in der sie erzogen wurden, werden als autoritäre Strukturen charakterisiert. Innerhalb des Antisemitismus wird die jüdische Gesellschaft als eine Theokratie beschrieben, in der alle Macht in der Synagoge gebündelt ist. Entsprechend wird heute auf Imame und Moscheen mit großem Argwohn verwiesen. Religion als Quelle für Stereotypisierung von Gruppen ist deshalb heute ebenso offensichtlich, wie damals. Eine starke Betonung wurde dem Judentum als politische Religion auferlegt:

Die jüdische Religion ist keine Religion nach unserem Verständnis des Begriffes. Es könnte vielleicht akkurater als Gesetz beschrieben werden. Die Quintessenz von ihr ist unter allen Umständen Politik. Die Politik der Isolation. (Saxlund 1922:12).

Die Betonung, politisch und ausgrenzend zu sein, die Saxlund auf die religiöse Identität legt, ähnelt auffälig der Homogenisierung des Islams. In gegenwärtigen Schriften zum Islam ist es kaum mehr möglich zu erkennen, dass dies eigentlich eine Religion ist, die sich mit der Vergebung, der Seele, der Erlösung und dem Metaphysischen befasst, all dem, womit sich die meisten Religionen befassen. Der Islam wird, wie das Judentum beschrieben wurde, als Religion der Politik und als eine isolationistische Form dieser beschrieben.

Wann immer eine Religion als Quelle zur Beschreibung von Minderheiten in einem negativen Licht herangezogen wird, ist der Fokus auf die Exklusivität ihrer religiösen Lehren, ein gemeinsames Merkmal. Das erste Zitat ist ein Beispiel aus dem Antisemitismus, das zweite aus der Islamfeindlichkeit:

Demnach ist Jahwe allein der Gott der Juden, der Gott ihrer Rasse und die Juden sind sein Volk, denen er als Gegenleistung ihrer Verehrung, die Weltherrschaft versprochen hat. In anderen Worten, müssen andere Völker, andere Rassen die Feinde der Juden sein. (Saxlund 1922).

Als Bürger des Westens, sind wir unrein und werden deshalb von Muslimen gewöhnlich als „Ungläubige“ und „Hunde“ bezeichnet. (Berg 2007:44)

Der „Beweis“, dass „sie“ sich selbst aufgrund ihrer Religion als uns „überlegen“ ansehen, scheint eine wiederkehrende Form des Identitätskonzeptes zu sein. Die Züge der Götter sind zudem ein beliebtes Thema. Während Allah und Jahwe als streng und voller Hass wahrgenommen werden, ist Jesus mitfühlend und freundlich.

 

Der sexualisierte Mann.

Während der Jude als lächerlich feminin, eitel und raffiniert porträtiert wird, wird der Muslim als übermäßig männlich dargestellt. Dies ist insoweit interessant, weil es wieder einmal etwas über den Dualismus verrät: Heutzutage ist das vorherrschende Image des Mannes viel weniger machohaft als es zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Fall war. Im Einklang mit dem Aufkommen des Ideals des „neuen Mannes“, wurde die Vorstellung des Muslims unrealistisch männlich. Obgleich der Fall der Feminisierung oder der Maskulinisierung vorliegt, beide, der Jude und der Muslim, werden mit einer Sexualität in Verbindung gebracht, die ungeprüft bleibt. Die Juden wurden insbesondere in Karikaturen als Sexbesessene, Zuhälter oder Sexualverbrecher porträtiert. Eine gängige Vorstellung für den Grund der Kleidervorschrift der Frauen im Islam ist, dass der muslimische Mann bei der Betrachtung der Haare, Knie oder Oberarme einer Frau, gefährlich sexbesessen wird.

 

Die Behandlung der Frauen

Polygamie ist den Juden gestattet und wird noch immer in muslimisch geprägten Ländern praktiziert. Den Frauen wird das Betreten in der Synagoge nur einmal im Jahr gestattet. Wenn sie verheiratet sind, wird ihr Haar abgeschnitten und sie tragen Hüte und Perücken. (Saxlund 1922:55)

Polygamie, das Recht der Frauen, den Ort der Anbetung zu betreten, und das Bedecken der Haare der Frauen sind drei Hauptthemen, welche, wie am Beispiel des Zitats oben ersichtlich, nicht erst im Laufe der gegenwärtigen Debatten zum Islam erfunden wurden. Wie „die anderen“ Frauen behandelt werden, ist ein Unterscheidungsmerkmal in der Konstruktion von Gruppenidentitäten. Und beide, der Jude und der Muslim, werden mit der Unterdrückung der Frauen in Verbindung gebracht.

 

Der Mangel an Integrationsbereitschaft.

Die Frage, ob „die anderen“ als Bürger angesehen werden können, die dem Nationalstaat treu ergeben sind, ist nicht nur mit der Verschwörung der Machtübernahme verbunden, sondern auch mit der Frage, ob es überhaupt für sie möglich ist, wirklich integriert zu werden. Die Vorstellung, dass die Identität eines Juden stets in erster Linie die eines Juden ist, statt die eines Engländers, Norwegers oder Franzosen ist in der Geschichte des Antisemitismus wohlbekannt. Und dies lag daran, dass sie es auf keine andere Weise wollten. Der Mangel an Integrationsbereitschaft wurde häufig mit Bezug auf die freiwillige Ghettoisierung unterstrichen. In gegenwärtigen Debatten wird auf die Muslime verwiesen, die „außerhalb der Mehrheitsgesellschaft“ leben wollen und auf die „neuen Bürger, die sich selbst in ihrer eigenen Gesellschaft in der Gesellschaft isolieren.“

 

Das Fehlen des Humanismus.

In antisemitischen Schriften besteht die Moralität eines Juden darin, den Gesetzen Moses und keinen anderen zu folgen. Eine persönlich entwickelte und universell gerichtete Moralität scheint auch bei der Beschreibung der Muslime zu fehlen. Es wird einfach gesagt, dass der Humanismus und die existenzielle Geistlichkeit für „den anderen“ nicht existieren. „Das Wort „Freiheit“ existiert nicht (unter den Juden)“, schrieb Saxlund (1922:34, 35). Den Juden wurde nachgesagt, dass sie vom Intellekt und nicht von Emotionen geleitet werden. Ähnlich wird den Muslimen nachgesagt, dass sie von Indoktrinationen und Autoritätsbeziehungen geleitet werden, die Gefühle nicht berücksichtigen.

 

Wieso der Vergleich?

Den Antisemitismus als Quelle einer vergleichenden semantischen Analyse der Stereotype von einer Minderheit in Europa heranzuziehen ist nicht dasselbe, wie die Gleichstellung der historischen Situation der Juden mit der gegenwärtigen Situation der Muslime. Aber ich behaupte – so wie die Professorin für jüdische Geschichte, Esther Benbassa – dass der ausschließende Mechanismus in beiden Fällen einen Einblick in die europäische Kollektivbildung geben kann. Ich sehe unsere Kenntnis über jahrhundertelange Diskriminierung gegen Juden als einen Weg an, in der Forschung zu den Mechanismen Seriosität zu erlangen, die Anwendung findet, wenn negative Stereotype von neuen Gruppen erzeugt werden.

Der Grund dafür, den „Muslim“ und den „Juden“ zu vergleichen, hat natürlich weder mit Muslimen noch mit Juden etwas zu tun, aber es kann uns womöglich etwas über das kulturelle Repertoire für die Stereotypisierung von Minderheiten mitteilen.

Die Mechanismen der Selbstgerechtigkeit, der Schuldzuweisungen und der Gebrauch von zentralen Identitätsmerkmalen geht offensichtlich aus dem Vergleich der Stereotypen des Antisemitismus des letzten Jahrhunderts und jenen aus gegenwärtig antiislamischen Debatten hervor. Wenn das Bewusstsein darüber, wie stereotype Ansichten entstehen, erhöht werden könnte – wie sie ihre Grundlage in Fantasie und Projektionen haben – wäre es möglich, dass die Polarisation an Kraft verlieren würde. Die Geschichte – oder vielmehr die Vielfalt der Geschichten – heranzuziehen, um auf ein gemeinsames Repertoire im Porträtieren des „Anderen“ hinzuweisen, könnte ein Weg sein, die Geltung dieser Ansichten zu dekonstruieren. Das Beleuchten der Überlagerung von Klischees, die im Antisemitismus von früheren Zeiten und den gegenwärtigen antiislamischen Diskursen genutzt werden, könnte der Islamfeindlichkeit den Nährboden entziehen.

Leserkommentare

Herta sagt:
wer mehr zum Thema lesen möchte: Das haben Dr. Sabine Schiffer und Constantin Wagner 2009 bereits untersucht und im Buch "Antisemitismus und Islamophobie - ein Vergleich" erläutert.
22.08.14
11:36