
Religiöse Praxis steht öfters unter Rechtfertigungsdruck. Nicht wegen konkreter Gesetzesverstöße, sondern wegen ihrer Sichtbarkeit im Alltag. Doch was sagt das über den Zustand von Religionsfreiheit und gesellschaftlicher Offenheit aus? Von Murat Gümüş.

Zwei Jahre, zwölf Seminare: Der „Kurs für Religionsfreiheit“ des Islamrats endet. Ziel war es, den Dialog und das Wissen über Religionsfreiheit und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

Die Lage der Religionsfreiheit hat sich weltweit verschlechter. Besonders sorgen mache China und die dortige Lage der muslimischen Uiguren.

Der Beauftragte für Religionsfreiheit der Bundesregierung, Markus Grübel (CDU), hat eine stärkere Verankerung der Religionsfreiheit in Bildungssystemen gefordert.

Die chinesische Regierung verlangt unteranderem von Imamen, ihre Liebe zur Kommunistischen Partei zu bekunden. Menschenrechtler reagieren mit heftiger Kritik.

Die Dänische Regierung will nur noch Predigten in dänischer Sprache erlauben und stößt dabei international auf Kritik. Vor allem Muslime werden zunehmend in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt.

In vielen Ländern steht es nicht gut um die Religionsfreiheit. Insbesondere Muslime werden oftmals bedrängt und verfolgt – Tendenz steigend.

Die Debatte um das Kopftuchverbot bei Lehrerinnen könnte am Donnerstag neu angefacht werden. Dann entscheidet das Bundesarbeitsgericht über einen Fall aus Berlin.

Ein in Russland inhaftierter Muslim wird das Beten in der Nacht verwehrt. Er klagte beim Europäischen Gerichtshof. Mit Erfolg.