Vor dem Tag der offenen Moschee ist eine Moschee in Krefeld mit einem islamfeindlichen Schriftzug besprüht worden. Der Staatsschutz ermittelt.

Kurz vor dem Tag der offenen Moschee ist die Mimar-Sinan-Moschee im Krefelder Stadtteil Uerdingen mit einem islamfeindlichen Schriftzug besprüht worden. Ein Banner, das auf den Aktionstag hinwies, sowie eine danebenstehende Mülltonne wurden mit den Worten „Fuck Islam“ beschmiert.
Die Schmierereien wurden nach Angaben der Union der türkischen und islamischen Vereine noch vor dem Eintreffen der Besucher entfernt. Die Vereinigung verurteilte den Vorfall. „Ein Angriff auf ein Gotteshaus ist ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt“, sagte ihr Vorsitzender Talha Işık.
Nach Angaben der Polizei wurde Anzeige erstattet. Der Staatsschutz hat demnach die Ermittlungen übernommen. Ergebnisse liegen bislang nicht vor.
Nach Kenntnis der Union der türkischen und islamischen Vereine war es das erste Mal, dass eine Moschee in Krefeld auf diese Weise angegriffen wurde. Am 3. Oktober hatten zahlreiche Menschen den bundesweiten Tag der offenen Moschee genutzt, um muslimische Gemeinden in der Stadt zu besuchen und kennenzulernen.
Die Zahl antimuslimischer Straftaten bleibt auch in Deutschland hoch. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorgeht, wurden im Jahr 2025 insgesamt 1032 Angriffe auf Muslime und Moscheen registriert.
Allein im zweiten Halbjahr zählten die Sicherheitsbehörden 543 islamfeindliche Vorfälle im Bereich der politisch motivierten Kriminalität. Ein erheblicher Teil der Fälle ereignete sich außerhalb klassischer Gewaltsituationen im öffentlichen Raum. Besonders betroffen waren Musliminnen, die Kopftuch tragen.