Gelsenkirchen

Unbekannte beschmieren Moschee mit rechtsextremen Parolen

Unbekannte haben die Tuğra-Moschee der IGMG in Gelsenkirchen erneut großflächig islamfeindlich und rechtsextremistisch beschmiert. Die Polizei ermittelt.

06
09
2026
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Tuğra-Moschee
Tuğra-Moschee

Die Tuğra-Moschee der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) in Gelsenkirchen ist erneut Ziel eines mutmaßlich islamfeindlichen Angriffs geworden. Unbekannte beschmierten die Außenfassade des Gotteshauses großflächig mit den Schriftzügen „FCK Islam“, „1161“ und „WP“.

Das Kürzel „WP“ steht in der rechtsextremen Szene für „White Power“ und wird als rassistisches Erkennungszeichen verwendet. Auch die Zahlenkombination „1161“ wird im rechtsextremen Spektrum als Code verwendet.

Die Gemeinde bemerkte gegen drei Uhr die Schmierereien. Umgehend wurde die Polizei kontaktiert, die die Ermittlungen aufgenommen haben. In der selben Nach wurde in der Umgebung ein evangelischer Gebetsraum mit denselben Parolen beschmiert.

Moschee war bereits Ziel eines Angriffs

Die Moschee in der Kesselstraße war bereits in der Vergangenheit Ziel eines Angriffs. Im Jahr 2020 hatten Unbekannte die Außenwand unter anderem mit den Schriftzügen „Verpisst euch“ und „Ordo ab chao“ beschmiert. Damals beobachtete ein Zeuge in der Nacht zwei dunkel gekleidete Personen in der Nähe der Moschee. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Wer hinter der aktuellen Tat steckt und wann genau die Schmierereien angebracht wurden, ist bislang nicht bekannt. Ob der Angriff einen politischen Hintergrund hat, müssen die Ermittlungen klären.

Die Tat fällt mit dem heutigen Landtagswahltag in Sachsen-Anhalt zusammen. Die AfD liegt dort nach den aktuellen Prognosen vorne. Einen Zusammenhang zwischen der Wahl und dem Angriff auf die Gelsenkirchener Moschee gibt es bislang nicht. Ein solcher Zusammenhang kann derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Die erneuten Schmierereien werfen zugleich Fragen nach der Sicherheit muslimischer Einrichtungen auf. Die Tuğra-Moschee war bereits 2020 Ziel eines islamfeindlichen Angriffs.