Freitagspredigten, 27.08.2026

Zusammenleben und Gedenken an Allah

Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um das Zusammenspiel von Charakter und Gesetz als Grundlage für ein friedliches gesellschaftliches Zusammenleben. Gemeinsame Werte, rechtliche Regeln und ein guter Charakter würden Gerechtigkeit, Vertrauen und Frieden ermöglichen.

Gesetze könnten Unrecht verhindern, während ein guter Charakter dafür sorge, dass die Rechte anderer auch aus innerer Überzeugung geachtet werden. Dies zeige sich darin, das Anvertraute zu bewahren, aufrichtig zu handeln und die Rechte anderer zu respektieren – auch dann, wenn niemand zusieht.

Als Beispiel werde die vom Propheten Muhammad in Medina geschaffene gesellschaftliche Ordnung genannt, in der Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunft auf Grundlage von Gerechtigkeit und gegenseitiger Verantwortung zusammenlebten. Die Charta von Medina habe diese Ordnung festgehalten.

Die Achtung von Recht und Charakter solle im Familienleben beginnen und sich auf Arbeit, Handel, Straßenverkehr und den Umgang mit Nachbarn und öffentlichen Einrichtungen erstrecken. Wer sein Wort hält, das Anvertraute schützt und die Rechte anderer wahrt, stärke zugleich das Vertrauen in der Gesellschaft. Starke Gesellschaften entstünden daher nicht allein durch Gesetze, sondern durch Menschen, die Gerechtigkeit und gute Charaktereigenschaften leben.

Gedenken an Allah

Dıe Freitagspredigt der Türkisch Islamischen Union e.V. (DIITB) behandelt die Bedeutung des Gedenkens Allahs (Zikr) für den inneren Frieden des Menschen. Besitz, Reichtum und Ansehen könnten keine dauerhafte Ruhe schenken. Wahre innere Ruhe finde der Mensch vielmehr durch den Glauben und das Gedenken Allahs.

Zikr bedeute nicht nur das Aussprechen bestimmter Worte, sondern eine dauerhafte Verbindung des Herzens mit Allah und das Bewusstsein der eigenen Dienerschaft. Der Prophet Muhammad (s) habe Allah in allen Lebenssituationen gedacht und den Zikr als Ausdruck der Verbundenheit mit dem Schöpfer vorgelebt. Muslime seien dazu aufgerufen, Allah in Freude und Trauer, in Wohlstand und Not zu gedenken, ihre Gebete nicht zu vernachlässigen sowie den Koran zu lesen, zu verstehen und im eigenen Leben umzusetzen. Ein Herz, das Allah gedenkt, werde als lebendig verstanden.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.