Tag der offenen Moschee

Moscheen in Österreich öffnen ihre Türen für Besucher

Unter dem Motto „Zuversicht durch Begegnung“ haben Moscheen in ganz Österreich am Sonntag ihre Türen geöffnet. Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften betonten die Bedeutung der Aktion für ein friedliches Zusammenleben.

19
10
2026
0
Sicher durch den Ramadan
Islamische Zentrum in Wien © Perspektif, bearbeitet by iQ.

Moscheen in ganz Österreich haben am Sonntag zahlreiche Besucher zum Tag der offenen Moschee empfangen. Unter dem Motto „Zuversicht durch Begegnung“ konnten Interessierte am 18. Oktober Einblicke in das muslimische Glaubens- und Gemeindeleben gewinnen. Angeboten wurden unter anderem Führungen, Gesprächsrunden sowie kulturelle und kulinarische Veranstaltungen, wie die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) mitteilte.

Zu den Gästen zählten nach Angaben der IGGÖ auch Vertreter aus Kirchen, Religionsgemeinschaften, Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft. Ziel des Aktionstages sei es, Begegnungen zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und das gegenseitige Verständnis zu stärken.

IGGÖ-Präsident Ümit Vural betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs. „Zuversicht wächst dort, wo Menschen einander begegnen, einander zuhören und sich gegenseitig ernst nehmen“, sagte er. Zugleich bekräftigte er die Absage der Glaubensgemeinschaft an einen Missbrauch der Religion. Das Dialogangebot an Politik, Schulen, Behörden und Nachbarschaften gelte über den Aktionstag hinaus: „Unsere Türen stehen nicht nur heute offen.“

Auch Vertreter anderer Religionsgemeinschaften würdigten die Initiative. Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl erklärte, wo Menschen aufeinander zugingen und offen miteinander sprächen, könnten Fremdheit und Ängste weichen. Oberrabbiner Jaron Engelmayer bezeichnete Begegnungen als Grundlage für ein vorurteilsfreieres und friedlicheres Zusammenleben.

Die IGGÖ dankte den beteiligten Gemeinden, Ehrenamtlichen, Partnern und Besuchern. Der Tag der offenen Moschee soll den Austausch zwischen Muslimen und der übrigen Gesellschaft fördern und Gelegenheit bieten, Fragen zum Islam und zum Gemeindeleben direkt mit muslimischen Ansprechpartnern zu besprechen.