Neun Religionsgemeinschaften haben sich im September bundesweit an den Interreligiösen Naturschutztagen beteiligt. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Impulse für Klima- und Naturschutz.

Mit Veranstaltungen zu Natur- und Umweltschutz haben sich im September neun Religionsgemeinschaften an den bundesweiten Interreligiösen Naturschutztagen beteiligt. Zum zehnten Mal gab es nach Angaben des Abrahamischen Forums ein Programm mit Mitmachaktionen, Wanderungen und religiösen Impulsen.
Das Projekt „Religionen schützen die Natur und schaffen ökologisches Bewusstsein“ soll Gemeinsamkeiten verschiedener Religionen nutzen und die Zusammenarbeit im Natur- und Umweltschutz fördern. Erstmals war auch ein östliches Bundesland beteiligt.
In der Lutherstadt Wittenberg beteiligte sich das Projekt am Schöpfungsfest der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland. Bei einer Gesprächsinsel zum Thema „Green Islam“ gab eine muslimische Teilnehmerin Einblicke in islamische Vorstellungen von Klima- und Naturschutz und verwies auf entsprechende umweltethische Quellen im Koran. „Alle Beteiligten fanden den Austausch sehr bereichernd“, sagte die Projektreferentin für Religionen und Naturschutz beim Abrahamischen Forum, Claudia Fischer-Willms.
Weitere Veranstaltungen fanden unter anderem in Frankfurt am Main und Hofheim-Langenhain statt. Bei der Auftaktveranstaltung ging es um „KI & Naturschutz“. Eine jüdische Rabbinerin, ein katholischer Theologe und ein muslimischer Ingenieur gaben dazu Impulse. Bei einer interreligiösen Quellenwanderung am Frankfurter Lohrberg standen Naturerfahrungen und kindgerechte Beiträge im Mittelpunkt. Zum Abschluss gab es am Baha’i-Tempel in Hofheim-Langenhain eine interreligiöse Andacht, ein Podiumsgespräch und eine Baumpflanzaktion.
Das Projekt bietet nach Angaben des Abrahamischen Forums weitere Beteiligungsmöglichkeiten, darunter „5 Wochen für Bäume“ und „Religiöse Feste mit Naturbezug“. Gefördert wird es im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.