Freitagspredigt, 06.03.2026

Zakat, Hilfe für Bedürftige, Spende als Ibâda

Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Freitagspredigt © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
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In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) gehe es um Zakat und Fitra. Der Glaube (Iman) und das Handeln (Amal) gehörten untrennbar zusammen. Ein Muslim wisse, dass es zum Glauben gehöre, seinen Lebensunterhalt auf erlaubte Weise zu verdienen, verantwortungsvoll zu konsumieren und mit anderen zu teilen. Besitz werde als eine Gabe Allahs verstanden, an der besonders Bedürftige ein Recht hätten.

Die Zakat gelte als eine der fünf Säulen des Islams. Sie mindere den Besitz nicht, sondern reinige Vermögen und Herz und fördere sozialen Ausgleich. Neben der verpflichtenden Zakat erinnere die Predigt auch an Infâk – jede freiwillige Gabe für Bedürftige.

Besondere Bedeutung komme im Ramadan der Fitra zu. Sie sei Ausdruck der Dankbarkeit für das Erleben des Monats und solle vor dem Fest entrichtet werden, damit auch Bedürftige das Fest würdevoll begehen könnten. Zakat, Fitra und weitere Spenden stärkten Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.

Hilfe für Bedürftige

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) gehe es um Solidarität und Hilfe für Bedürftige im Monat Ramadan. Die Predigt erinnere daran, dass die erste Hälfte des gesegneten Monats bereits vergangen sei und rufe dazu auf, die verbleibende Zeit bewusst zu nutzen.

Der Ramadan stehe für Fasten, Geduld und Gottesbewusstsein sowie für die Rezitation des Korans, gemeinschaftliche Gebete und das Zusammenkommen beim Sahur und Iftar. Zugleich erinnere der Monat an religiöse Pflichten wie Zakat und Fitra.

Besonders betont werde jedoch die Verantwortung gegenüber Menschen in Not. Gläubige sollten nicht nur den eigenen Hunger spüren, sondern auch an Waisen, Arme, Kranke und einsame ältere Menschen denken, die auf Unterstützung angewiesen seien.

Spenden als Ibâda

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es auch um die Bedeutung von Spenden auf dem Weg Allahs und um die Fitra. Die Ibâda erfolge in Worten wie dem Rezitieren des Kurans, in Taten wie dem Verrichten des rituellen Gebets und in finanzieller Form wie der Entrichtung der Zakat. Die finanziellen Ibadat bestünden nicht nur aus der Zakat. Die Zakat sei eine der obligatorischen Verpflichtungen. Die Fitra und die Opfergaben gehören zu den notwendigen Wadschib-Verpflichtungen. 

Eines der schwierigsten Dinge für die Nafs sei das Ausgeben auf dem Weg Allahs. Während die Nafs es genieße, für sich selbst auszugeben, fühle sie sich unwohl bei dem, was auf dem Weg Allahs ausgegeben wird. Daher flöße sie dem Herzen Armut- und Verlustängste ein. Allah (c) versichere jedoch, dass die Ausgaben seinetwegen niemals das Vermögen schmälern werden, sondern im Gegenteil ersetzt werden.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.