Auch in diesen Winterferien steigt das Interesse an der Umra spürbar. Reiseanbieter berichten von hoher Nachfrage, während sich Erstpilger und Familien auf die besonderen religiösen Erfahrungen vorbereiten.

Die Winterferien werden für viele Muslime in Deutschland zunehmend zu einer Gelegenheit, eine lang ersehnte religiöse Einkehr zu nehmen. Zahlreiche Familien und junge Menschen planen in diesem Jahr eine Umra-Reise nach Mekka, die nicht nur den Wunsch nach innerer Besinnung, sondern auch die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit widerspiegelt. Reiseanbieter berichten von einer anhaltend hohen Nachfrage und voll ausgebuchten Gruppenreisen.
Der 40-jährige Mehmet K., der zum ersten Mal nach Mekka aufbrechen wird, beschreibt seine wachsende Anspannung: „Es ist ein eigenartiges Gefühl – eine Mischung aus Ehrfurcht und Glück. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein wird, der Kaaba zum ersten Mal gegenüberzustehen, aber ich erwarte einen Moment, der mich prägen wird.“ Viele Pilgerinnen und Pilger teilen diese emotionale Vorbereitung, die oft mehrere Wochen umfasst.
Tahir Köksoy, Vorsitzender der IGMG Hadsch-Umra Reisen, bestätigt, dass sie bereits seit Monaten an einem umfassenden Dienstleistungsangebot für die Umra-Reise im Dezember arbeiten. Dazu gehören Bildungsprogramme, mehrsprachige Reisebegleitungen, medizinische Betreuung sowie spezielle Informations- und Beratungsangebote für Erstpilger.
Die IGMG biete ihre Umra- und Hadsch-Programme inzwischen in sieben Sprachen an, so Köksoy. Damit wachse auch der Bedarf an qualifizierten mehrsprachigen Reiseleitern, für die derzeit neue Ausbildungsprogramme entwickelt werden.
Die Umra wird auch „kleiner Hadsch“ genannt. Sie ist eine Reise zum Haus Allahs, die sich in Mekka befinde. Um die spirituelle Atmosphäre dieser Orte zu erfahren, bedarf es der Vorbereitung. Vor allem bedarf es einer aufrichtigen Niyya und Ihlâs. Dazu gehört es auch, sich von schlechten Eigenschaften wie Hochmut, Arroganz oder Hass freizumachen.