Vereinigtes Königreich

Nach Karikaturen-Streit: Schulleiter entschuldigt sich bei Muslimen

Nachdem an einer englischen Schule Zeichnungen des Propheten Muhammad gezeigt wurden, fanden Proteste statt. Die Schulleitung entschuldigte sich für die unangemessenen Inhalte.

27
03
2021
Rassismus Islamunterricht
Symbolbild: Klassenzimmer, Schule, Unterricht © shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

Nachdem an einer englischen Schule Zeichnungen des Propheten Muhammad gezeigt wurden, fanden Proteste statt. Dieser hatte zu Beginn der Woche im Religionsunterricht Zeichnungen des Propheten Muhammad gezeigt, Berichten zufolge sollen es Karikaturen aus dem französischen Satiremagazin „Charlie Hebdo“ gewesen sein. Nach Ansicht der Protestierenden ist das ein Angriff auf den Islam, der Muhammad-Abbildungen ablehnt. Etliche Schülerinnen und Schüler der Batley Grammar School in Yorkshire stammen aus Familien muslimischen Glaubens. Eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle wurde eingeleitet.

„Das ist absolut inakzeptabel“

Eltern, die von den Schülern informiert wurden, organisierten einen Protest vor der Schule. Sie forderten den Lehrer auf, zurückzutreten. Imam Muhammad Amin Pandor, einer der Demonstranten, sagte: „Wir waren entsetzt über das, was in der Schule passiert ist. Das ist absolut inakzeptabel. “ sagte. Pandor behauptete, dass alle verwendeten Inhalte entfernt und der Lehrer suspendiert wurde: „Wir fordern eine Ermittlung. Wir werden mit der Schule zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass so etwas in Zukunft nicht nochmal passiert.“

Die „unangemessenen Inhalte“ wurden entfernt

Der Schulleiter Gary Kibble entschuldigte sich in einer E-Mail an die Eltern für die „unangemessenen Inhalte“, die im Unterricht verwendet wurden. „Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass die im Unterricht verwendeten Inhalte völlig unangemessen waren und die Mitglieder unserer Schulgemeinschaft verletzen konnten“, sagte er. Kibble kündigte an, dass die fragwürdigen Karikaturen aus den verwendeten Quellen entfernt wurden und dass sie den Lehrplan des Religionsunterrichts prüfen würden, um andere unangemessene Inhalte zu vermeiden. (iQ)

Leserkommentare

Vera Praunheim sagt:
Da hat der wohl überforderte Schulleiter "kalte Füsse" bekommen und auch Angst vor den wütenden und keineswegs friedlichen Eltern-Protesten. Mittlerweile verurteilte der Bildungsminister die rabiaten Drohungen gegen den Batley-Lehrer in West Yorkshire; dieser muß jetzt sogar Polizeischutz erhalten. Was ist das nur für eine (un)friedliche Islam-Religion, wenn ständig Islam-Kritiker und Aufklärer unter Polizeischutz gestellt werden müssen? Da müßte doch auch der Dümmste mal bemerken, daß von dieser "Religion des Friedens" wirklich auch Gefahren ausgehen können. Fünf Monate, nachdem der Lehrer Samuel Paty in Paris von dem islamischen Extremisten Abdoullakh Abouyedovich Anzorov bestialisch ermordet wurde, regen sich islamisch agitierende Eltern nicht über die schändliche Hinrichtungstat auf, sondern über das Verwenden von Karikaturen im Unterricht. Und das angefeuert von einem Imam, der die Bildungsrichtlinien bestimmen will. Einfach unglaublich.
27.03.21
17:18
Dilaver Çelik sagt:
Davon kann sich Frankreich eine Scheibe abschneiden. Diese unsäglichen Karikaturen sind menschenverachtend und verursachen nachweislich Fitna, so dass sie verboten gehören.
27.03.21
20:03
Bea McL sagt:
Ich schäme mich für den feigen Westen, und verachte jede Religion die auf Meinungsfreiheit mit Gewalt droht oder gar damit reagiert.
28.03.21
11:19
Johannes Disch sagt:
Meine Güte, was für eine Blamage für diese Schule. Der Schulleiter knickt vor islamistischen Lobbyisten ein. Wenn wir das Beleidigtsein zum Maßstab erheben, dann ist das das Ende der Meinungsfreiheit. Und solche Hasenfüße wie dieser Schulleiter tragen zu ihrer Abschaffung bei.
28.03.21
11:50
grege sagt:
Dem Schamgefühl meines Vorredners kann ich mich nur anschließen. Man stelle sich vor, anstelle von Mohammed wäre Jesus auf dem Bild dargestellt gewesen. Proteste hätte es kaum gegegen, insbesondere wäre dieser Vorfall gar nicht in den Medien thematisiert worden. Wieder einmal zeigt sich der menschenverachtende Extremismus von Islamprotagonisten in Gestalt unseres lieben Dilavers, der wiederkehrend als Steigbügelhalter für islamische Terroristen in Erscheinung tritt. Die feige Reaktion des Schulleiters erinnert mich an einen Ausspruch von Winston Churchill bezüglich der Appeasementpolitik seines Vorgängers: Füttere ein Krokodil, in der Hoffnung, dass es Dich als letztes frisst. Solche Reaktionen staatlicher Behörden leisten natürlich dem Rechtsexremimus perfekten Vorschub
28.03.21
15:26
Johannes Disch sagt:
Nicht die Mohammed-Karikaturen gehören aus dem Unterricht entfernt, sondern dieser inkompetente Schulleiter
28.03.21
15:59
Johannes Disch sagt:
Fitna-- also Zwietracht-- verursachen nicht solche Karikaturen, die im liberalen Westen selbstverständlich sind, sondern muslimische Fanatiker, die einen Lehrer, der die Karikaturen im Unterricht behandelte, auf offener Straße abschlachten. So geschehen in Frankreich. Ich meine natürlich den Mord an Samuel Paty. Fitna verursachen muslimische Fanatiker, die einen Regisseur auf offener Straße abschlachten. So geschehen in den Niederlanden. Ich meine den Mord an dem Regisseur Theo van Gogh im Jahre 2004. Dessen islamkritischer Film trägt übrigens den Titel "Fitna."
28.03.21
16:23
Vera Praunheim sagt:
Im nordenglischen Batley wurde jetzt besonders das Recht der Schüler hervorgehoben, auch über umstrittene Fragen informiert zu werden. Bildungsminister Gavin Williamson bezeichnete es als "völlig inakzeptabel", daß die Proteste von islamisch agierenden Eltern "Drohungen" enthalten und den Schulbetrieb stören und lahmlegen. Der 29-jährige Lehrer steht nunmehr unter Polizeischutz, nachdem auch sein Name online genannt wurde. Nach einem ähnlichen Vorfall war im vergangenen Oktober in Frankreich der Lehrer Samuel Paty öffentlich enthauptet aufgefunden worden. Ein örtlicher Imam, der an einer von Polizisten umringten Demonstration vor der Schule in Batley teilgenommen hatte, forderte mit seinen aufgestachelten Anhängern die Entlassung des bedrohten Lehrers. Ein früherer Schatzkanzler und Tory-Abgeordneter kritisierte indessen den Schulleiter, denn in Großbritannien dürfe Religion auch jederzeit "hinterfragt" werden: "Diese hart errungene Freiheit muß von jeder öffentlichen Institution durchgesetzt werden." Auch andere Politiker vertreten diese Ansicht. Der Bildungsminister charakterisierte die Schulen als frei in der Verwendung des ganzen Spektrums von Themen, Ideen und Materialien in ihrem Unterricht, auch wenn sie schwierig oder kontrovers sein mögen. Die "Oberhoheit" über das Schulwesen hat kein forscher Demo-Imam oder Islam-Prediger, sondern das staatliche Schulministerium. Und das ist gut so. Es darf hier niemals eine falsch verstandene Toleranz gegenüber fanatischen Religionsideen & irrealen Vorstellungen geben.
28.03.21
22:58
Johannes Disch sagt:
@Vera....(28.03.21, 22:58) Na, immerhin wachen Politik und Schule endlich auf.
29.03.21
18:22
Johannes Disch sagt:
@grege (28.03.21, 15:26) Diese Kultur ist von ihrer Religion geradezu besessen. Alles dreht sich um die Religion. Mittlerweile muss man sagen: Es passt einfach nicht; Muslime und die westliche Welt. Also sollen sie dahin gehen bzw. dort bleiben, wo sie von Kopftüchern förmlich umzingelt sind und sich alles um die Ehre des Propheten dreht. Wenn mittlerweile 57% der in Frankreich lebenden Muslime-- die meisten von ihnen in Frankreich geboren-- angeben, ihnen sei die Scharia wichtiger als die Werte der Republik, dann müssen die Alarmglocken läuten. Charles de Gaulle scheint recht zu behalten mit seiner Prognose, die er Ende der fünfziger Jahre auf der Höhe des Algerienkrieges gegenüber seinem Freund Alain Peyrefitte getroffen hat: -- "Glauben Sie, dass das französische Volk zehn Millionen Muslime integrieren kann, die morgen zwanzig und übermorgen vierzig Millionen sind? Wenn wir alle Araber und Berber Algeriens als Franzosen bezeichnen, wie wollen sie verhindern, dass sie aufs Festland kommen und sich hier niederlassen, wo das Lebensniveau ungleich höher ist? Mein Dorf würde bald nicht mehr Colomby-les-Deux-Eglises heißen, sondern Colobey-les-Deux-Mosquees." Heute machen Muslime 10% der französischen Bevölkerung aus, die Kriminalitätsrate unter Ihnen ist signifikant höher als unter anderen Bevölkerungsgruppen, wir haben Banlieus, wo sich Lehrer nicht mehr getrauen islamkritisches zu unterrichten, weil sie in Gefahr geraten, buchstäblich den Kopf zu verlieren, wie beispielsweise Samuel Paty. Der Philosophielehrer Didier Lemaire aus der Kleinstadt Trappes in der Nähe von Paris, der ebenfalls die Mohammed-Karikaturen in seinem Unterricht behandelt, hat nach über 20 Jahren den Dienst quittiert, weil er um sein Leben fürchtet. Er sagt klipp und klar: "In den Moscheen und in den islamischen Vereinen werden die Kinder und Jugendlichen zum Hass auf Frankreich erzogen." In Frankreich Trappes. In England Bradford. Überall das gleiche Muster. De Gaulle hat ganz offensichtlich recht behalten.
29.03.21
18:48
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