Berlin

Drei Religionsvertreter im Auswärtigen Amt

Judentum, Christentum und Islam haben nun jeweils einen Vertreter im Auswärtigen Amt. Die Abteilung „Religion und Außenpolitik“ wurde vor zwei Jahren im Auswärtigen Amt eingerichtet.

21
07
2020
Drei Religionsvertreter im Auswärtigen Amt ©privat, bearbeitet by iQ
Drei Religionsvertreter im Auswärtigen Amt ©privat, bearbeitet by iQ

Judentum, Christentum und Islam haben nun jeweils einen Vertreter im Auswärtigen Amt: Ein Fast-Rabbiner, ein evangelischer Pastor und die Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime arbeiten in dem Ministerium, wie der Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen, über Twitter mitteilte. Nach dem Rabbiner in spe, Markus Feldhake, und dem evangelischen Pastor Peter Jörgensen kam zuletzt Nurhan Soykan als muslimische Vertreterin dazu.

Sollen im Auswärtigen Amt „lebensweltlichen Erfahrungen“ einbringen

Sie sollen im Auswärtigen Amt ihre „lebensweltlichen Erfahrungen“ einbringen. Bereits im vergangenen Jahr gab es mit Pater Nikodemus Schnabel einen Religionsvertreter in dem Ministerium, der seit März im Benediktinerpriorat Saint-Andre de Clerlande in Ottignies-Louvain-la-Neuve, einer Universitätsstadt in der französischsprachigen Provinz Wallonisch-Brabant in Belgien, lebt.

Die Abteilung „Religion und Außenpolitik“ wurde vor zwei Jahren eingerichtet. Vorläufer war ein Arbeitsstab namens „Friedensverantwortung der Religionen“, der mit einer Konferenz im Mai 2017 in die Öffentlichkeit trat. Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, Sozialdemokrat und Protestant, hielt die Eröffnungsrede. (KNA/iQ)

 

Leserkommentare

IslamFrei sagt:
Liebe Islamiq-Leute. Das obige Foto trägt die Bemerkung :" Bearbeitet by iQ " Ich fasse " Bearbeit " auf als Gefälscht, und würde gerne Orginal mit Fälschung vergleichen können. Sah die fromme, mittige, Islamiterin etwa im Original nicht fromm genug aus? also eher wie eine sympathische normale Frau? ohne Kopftücher? Gruss, IsamFrei
31.07.20
20:22
grege sagt:
Dieses Thema hat sich wohl für Frau soykan erledigt, da Herr Maas ihre Nominierung revidiert hat. Zum einen hat sie in einem Interview mit der Deutschen Welle islamisch motivierten Antisemitismus hierzulande verharmlost und ist einer Stellungnahme zum Terror der Hamas ausgewichen. Neben dieser ohnehin schon problematischen Haltung gehört Frau Soykan als stellvetretende Vorsitzende einem Verband an, zu dessen Mitgliedern der national islamistische Verband Atib sowie das Islamische Zentrum in Hamburg angehören. Letzteres wird von den iranischen Mullahs gesteuert und hat das Todesurteil gegen Salman Rushdie gutgeheißen. Skandalösi ist die erschreckende Naivität der Politiker bzw. Beamten, die Frau Soykan zunächst nominiert haben.
05.08.20
21:05