Mitgliederversammlung

SCHURA Hamburg wählt neuen Vorstand

Die SCHURA Hamburg wählte am Sonntag einen neuen Vorstand. Der neue Vorstand kündigt an, die Erfolge der bisherigen Verantwortlichen anzuknüpfen und sich mit der Herausforderung des erstarkenden Rechtspopulismus auseinandersetzen zu wollen.

16
04
2019
SCHURA Hamburg © Facebook, bearbeitet by iQ

Am Sonntag tagte die Mitgliederversammlung der SCHURA Hamburg und wählte einen neuen Vorstand. Zu neuen Vorsitzenden wurden Fatih Yildiz, Mohammad Alehosseini und Moez Ben-Khemis gewählt. Der bisherige Vorsitzende Daniel Abdin wurde damit abgewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind der Imam und Theologie-Student Mounib Doukali, der den Bereich interreligiöser Dialog verantworten wird; Norbert Müller als Zuständiger für Rechtsangelegenheiten und Beauftragter bei Senat und Bürgerschaft; Zulhajrat Fejzulahi, Imam der Albanischen Moschee, als Koordinator der Imame und der gemeindlichen Zusammenarbeit; Özlem Nas als Verantwortliche für die Bildungsarbeit und Vertreterin in den Gremien zum schulischen Religionsunterricht; Hassan Ramadan als Verantwortlicher für den Bereich der sozialen Arbeit und der Seelsorge; sowie Sulejman Fejzulahi als Schatzmeister.

Im Rechenschaftsbericht des vorherigen Vorstandes ging der bisherige Vorsitzende Daniel Abdin auf zentrale Erfolge und Projekte der SCHURA-Arbeit während seiner Amtszeit ein. In Kooperation mit der BASFI werde aktuell eine Qualifikationsreihe für die Imame der SCHURA-Gemeinden angeboten. Das Programm umfasse u.a. Besuchen im Rathaus, der Beratungsstelle i.bera, in einer Schule und einer Jugendberufsagentur. Darin solle den Imamen vor allem gesellschaftspolitische Kenntnisse vermittelt werden.

Fortschritte wurden außerdem bei der Umsetzung des Hamburger Religionsunterrichts für alle, der Betreuung muslimischer Strafgefangener in den Hamburger Justizvollzugsanstalten sowie der Krankenhausseelsorge erzielt, heißt es in der Pressemitteilung der Religionsgemeinschaft. Abdin dankte den hier federführend tätigen Vorstandsmitgliedern Özlem Nas und Hassan Ramadan.

„Die Zusammenarbeit mit den hier jeweils zuständigen Behörden – BASFI, Schul- und Justizbehörde – wird als gut und produktiv bewertet. Wichtig sei auch, dass mit Senat und politischen Parteien kontinuierliche Gesprächsformate etabliert werden konnten: Mit Senatskanzlei, den religionspolitischen Sprechern der Bürgerschaftsfraktionen sowie den Fraktionen von SPD, Grünen und Linken gebe es fortlaufenden Austausch und Diskussionen“, so der Vorstand weiter..

Der neue Vorstand kündigte an die gute Arbeit der bisherigen Verantwortlichen fortzusetzen und an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Eine große Herausforderung der neuen Amtszeit sei aber vor allem die Auseinandersetzung mit erstarkendem Rechtspopulismus und salonfähiger Islamfeindlichkeit.

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. » Eine große Herausforderung der neuen Amtszeit sei aber vor allem die Auseinandersetzung mit erstarkendem Rechtspopulismus und salonfähiger Islamfeindlichkeit. » ---------------- Islamfeindlichkeit ist die verständliche Gegenwehr der Bevölkerung; sie orientiert sich an dem Rücksichtslosen Benehmen der Gäste, der Muslims. In's besondere an die streitlustige, feindliche Aufmachung der Musel-Frauen. ( Kopftuch, strassenfegende Kleidung ) Die AFD verliert sofort ihre Berechtigung, sobald die Muslims ebenso unsichtbar sind wie alle andere bedeutsame Sekten hier; Weil alle andere bedeutsame Sekten friedlich sind und unsichtbar. Solange die Muslims keine Rücksicht auf die Gefühle ihrer Gäste nehmen und mit StreitSymbolen provozieren, sollten sie sich nicht über Feindschaft oder Übergriffe beklagen. Gruss, Kritika
16.04.19
19:37
Frederic Voss sagt:
Dieser eingetragene Verein sollte sich vorrangig mit der Herausforderung des erstarkenden Islampopulismus auseinandersetzen und mit salonfähiger Islampolitisierung. Mit Parteien müssen nicht fortlaufend Austausch und Diskussionen über islamische Themen gepflegt werden.
17.04.19
0:57
Simonstylos sagt:
Ich wünsche dem neuen Vorstand der Schura viel Erfolg für ihre Arbeit und Ziele und Gottes Segen dazu. Zum Kommentar von Kritika: Muslime sind keine Gäste, sondern sie gehören wie alle anderen Mitglieder von Religionsgemeinschaften zu diesem Land. Der Islam und wie auch alle anderen Weltreligionen sind Religionen, nicht Sekten (siehe Remid); den Islam als Sekte zu bezeichnen, wie übrigens alle anderen Religionen auch, ist eine religionsbezogene Diskriminierung. Weiterhin benutzen andere Religionen auch Symbole, wie Kippa, Kreuz und anderes. Diese müßten dann auch provozieren (von daher halte ich Kritikas Kommentare auch tendenzielle für antisemitisch). Da Kritika auch nicht auf die Gefühle anderer Rücksicht nimmt, müsste sie ihre eigene Kritik selbst treffen; sie wäre dann - nach ihrer eigenen Logik - auch für Angriffe und Bedrohungen gegen ihre Person verantwortlich. Das zeigt auf, wie unsinnig die Argumentation von Kritika ist. In diesem Sinne, Gruß Simonstylos.
17.04.19
9:17