Islamwissenschaftler

Karimi: Wünsche mir mehr Treffen zwischen Christen und Muslimen

Der Islamwissenschaftler Milad Karimi wünscht sich einen regen Austausch zwischen Muslimen und Christen. Die Auseinandersetzung mit dem Judentum und Christentum sei für das Verständnis des Islam essentiell.

05
03
2019
Symbolbild Handschlag als Zeichen des Dialog es © Shutterstock
Symbolbild: Handschlag © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Der Münsteraner Islamwissenschaftler Milad Karimi wünscht sich mehr Begegnungen zwischen Christen und Muslimen. Dabei müsse es um einen „Dialog des Respekts“ statt eines „Dialogs der Angst“ gehen, sagte Karimi am Montagabend in Berlin. Dazu brauche es Muslime, die „verantwortungsvoll über ihre Religion reden können“. Seiner Ansicht nach können Muslime ihre Religion auch nicht verstehen, ohne sich mit dem Judentum und dem Christentum auseinanderzusetzen.

Benediktinerpater Anselm Grün, der zusammen mit Karimi ein Buch über religiöse Spiritualität geschrieben hat, betonte, durch die Gespräche schaue er inzwischen mit neuen Augen auf die Bibel. Über den Islam habe er viele neue Erkenntnisse gewonnen. Er sei „keine dogmatische Religion und sehr offen“, so Grün. Im Zentrum des Islam stehe wie im Christentum die Hingabe und die Barmherzigkeit. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Ute Fabel sagt:
Für moderne Christen, Juden und Muslime ist die Religion, in die sie zumeist hineingeboren wurden, meiner Ansicht nach nur eine Projektionsfläche für ethische Ideale, die in Wahrheit die säkular-aufgeklärte Gesellschaft hervorgebracht hat. In den heiligen Schriften der Juden, Christen und Moslems geht es um blinden Befehlsgehorsam und um einen grotesken Personenkult um Jesus, Mohammed und Moses. Demokratische Denkansätze oder Anregung zu kritischem Denken finden man nicht einmal in kleinen Dosen.
05.03.19
13:07
Dilaver Çelik sagt:
Es gibt keine Alternative zum Dialog und friedlichen Zusammenlebenleben zwischen Juden, Christen und Muslimen. Ein Gegeneinander hat keine Zukunft, auch wenn Verderbungskomitees mit aller Macht ein Gegeneinander auf allen Seiten befeuern. Es liegt an uns, dass wir als Individuen und als Gesellschaft die Fallen zu durchschauen und nicht in sie hineinzutappen, die uns jene Komitees stellen.
05.03.19
18:05
grege sagt:
zu einem Dialog gehört auch, dass man Kritik an der eigenen Religion zwar nicht akzeptieren muss, aber zumindest tolerieren sollte Das erfordert zum Beispiel eine glaubwürdige Differenzierung zwischen Islamkritik und Islamfeindichkeit, die jedoch insbesondere führende Vertreter von islamischen Verbänden bisher vermissen lassen.
05.03.19
23:07