Rohingya

Keine Lösung für vertriebene Rohingya

Die Verhandlungen mit der Regierung Myanmars über eine Rückkehr der Rohingya in ihre Heimat kommt kaum voran. Die Lage der Rohingyas sei höchst prekär, so die Vereinten Nationen.

16
02
2019
We are Rohingya
We are Rohingya ©Facebook, bearbeitet by iQ.

Hunderttausende aus Myanmar vertriebene Rohingya warten im Nachbarland Bangladesch weiter auf einen Ausweg aus ihrer Notlage. Die Verhandlungen mit der Regierung Myanmars über eine Rückkehr von Menschen der muslimischen Minderheit in ihre Heimat kommen kaum voran. In diesem Jahr seien 920,5 Millionen Dollar (816 Millionen Euro) nötig, um 1,2 Millionen Menschen zu unterstützen, berichteten die Vereinten Nationen am Freitag in Genf. Drei Viertel davon sind Rohingya, ein Viertel Bangladescher, die in ihrer bitterarmen Heimat die wenigen Ressourcen mit den Geflüchteten teilen.

Myanmars Behörden verfolgen die muslimischen Rohingya seit Jahrzehnten und verweigern ihnen die Staatsangehörigkeit, obwohl viele seit Generationen in dem überwiegend buddhistischen Land leben. Zu dem größten Exodus kam es nach einer militärischen Gewaltwelle 2017. Seitdem sind etwa 745 000 Rohingya über die Grenze geflohen.

Mord, Folter, Vergewaltigung und Sklaverei

Die Vereinten Nationen sprachen von systematischen Angriffen mit Mord, Folter, Vergewaltigung und Sklaverei, die Rohingya seien terrorisiert worden. Die Lage der Rohingyas sei höchst prekär, so die Vereinten Nationen in dem Spendenaufruf. „Die Ursachen ihrer Notlage in Myanmar werden nicht angegangen, und ihre Zukunft ist unsicher.“

In dem größten Flüchtlingslager in der Grenzregion bei Cox’s Bazar leben mehr als 625 000 Menschen. Die Region liegt in einer Desasterzone, die immer wieder von Unwettern heimgesucht wird. Die UN sorgen für sichere Notunterkünfte, Nahrungsmittel, Schulen und Gesundheitsversorgung. Viele Menschen seien traumatisiert und brauchten Hilfe, um die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Wenn die burmesische Regierung nicht einlenkt und die Verfolgungen der Rohingya nicht beendet, dann wird eine militärische Intervention durch eine internationale Koalition als letzter Ausweg zur Zwangsbeendigung jener Verfolgungen sowie Zwangsbefriedung der Region unausweichlich. Für falschen Pazifismus ist da kein Platz. Es geht nämlich gar nicht, dass die Politiker in der Welt sich ohnmächtig geben und dabei zusehen, dass Menschen aufgrund ihrer Religion verfolgt werden.
17.02.19
13:56
Kritika sagt:
L.S. Die GastBevölkerung will ein IslamStaat. Die Urbevölkerung will Budist bleiben. Kritika meint: Die Urbevölkerung hat das Recht zu bestimmen - - - - und sie tut es auch. Die Urbevölkerung kennt die Islamische Desaster Staaten rund herum. und beschliesst "nicht mit uns". Wenn Allah das Leid seiner Rohingyas kennt, erbarmen mit ihnen hat, aber es nicht ändern kann, ist Er nicht allmächtig Wenn Allah das Leid der Rohingyias nicht kennt, ist Er nicht allwissend. Wenn Allah das Leid der Rohingyas kennt, es ändern könnte aber keinen Finger krumm macht, ist er nicht Allerbarmend. Die logische Folgerung aus das Leid der Riohongyas und der Passivität von Allah, erzwingt die Schlussfolgerung: Es gibt kein Gott, der Allmächtig, Allwissend und Allerbarmend ist. Ergo Allah gibt es nicht. Gruss, Kritika
21.02.19
0:59