Yasin Baş kritisiert die Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber Moscheebränden und Anschlägen. Er sieht Parallelen zum rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrund. Auch damals wurden die Betroffenen allein gelassen.
Die islamischen Religionsgemeinschaften widmen sich in den Freitagspredigten verschiedenen Themen. Unser Überblick zeigt die Themen in dieser Woche: Kurban und Teilen, Frieden und Islam, Magdeburg und eine Moschee.
Die CDU-Politikerin Cemile Giousouf plant nach eigenen Angaben einen Runden Tisch für jüngste Opfer religiöser Verfolgung. Dies kündigte Giousouf nach einem erneuten Besuch der Berliner Mevlana-Moschee an. Diese war am 11. August Opfer eines Brandanschlags geworden.
Islamfeindlichkeit in den Medien ist keine neue Erscheinung. Darauf macht Dr. Sabine Schiffer in ihrem Gastbeitrag aufmerksam. Aus ihrer Sicht wird mit alten Feindbildern moderne Propaganda betrieben. Dabei werden vor allem Stereotype über Muslime bedient.
In Frankfurt erinnerte Jürgen Micksch, Gründer und Vorsitzender des Interkulturellen Rates in Deutschland, an das seit zwei Jahrzehnten bestehende außerordentliche Engagement des Vereins gegen Rassismus. Auch Muslime machen bei den Projekten mit.
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hat heute die Berliner Mevlana-Moschee besucht. Der Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister erklärte, er wolle ein Zeichen der Solidarität mit Muslimen setzen. Die Mevlana-Moschee ist vermutlich Opfer eines Anschlags geworden.
Die jeweils von einem Brandanschlag betroffenen Moscheen in Berlin und Bielefeld erfahren starke Zeichen der Solidarität von Christen und Muslimen. Von den Tätern fehlt allerdings weiterhin jede Spur.
Cemil Şahinöz ist Vorsitzender des Bündnis Islamischer Gemeinden in Bielefeld (BIG). Wir sprachen mit ihm über die jüngsten aufeinanderfolgenden Brandanschläge auf zwei Moscheen in der Stadt. Außerdem wollten wir von ihm wissen, wie die muslimische Gemeinschaft mit der Situation umgeht.
Nachdem in der vergangenen Woche unbekannte Täter die Spendenbox einer Moscheegemeinde ausgeräumt und mehrere Korane in Brand gesteckt haben, ist es heute früh in Bielefeld erneut zu einem Brandanschlag auf eine Moschee gekommen.
Können einige der sprachlichen Mechanismen, die dem stereotypischen Porträt des „Kollektiven Juden“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprachen, in den Stereotypen des „Muslims“ zu Beginn des 21. Jahrhunderts gefunden werden? Dieser und weiteren Fragen geht Cora Alexa Døving nach.