Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile machen sich auch im Internet bemerkbar, in Kommentaren wimmelt es teils von wüsten Beschimpfungen. Eine Gruppe Youtube-Künstler hat nun eine Aktion gegen Ausgrenzung gestartet. Ihr Motto: Youtuber gegen Hass.
Der Medienbischof der deutschen Bischofskonferenz verurteilt die Beleidigung und Herabwürdigung von Religionen aus Provokation. Kunst- und Pressefreiheit obliegen ebenfalls den Grenzen des guten Geschmacks. Papst Franziskus bestätigt diese Haltung der katholischen Kirche.
Ein Kommentator des US-Nachrichtensenders Fox News hat die britische Großstadt Birmingham als Art „No-go-Area“ für Nicht-Muslime bezeichnet – und sich damit den Zorn der Briten bis hin zum Premierminister eingehandelt. Nun entschuldigt sich der Sender.
Die britische Regierung schreibt einen Brief an muslimische Geistliche mit der Aufforderung mehr gegen Radikalisierung zu tun. Muslime des Landes sind irritiert, während David Cameron den Brief als „angemessen, vernünftig und gemäßigt“ bezeichnet.
Die Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi, Mouhanad Khorchide und Bülent Uçar fordern eine kritische Lesart des Koran. Nur so lasse sich das Problem des Terrors im Namen der Religion an der Wurzel angehen.
Am Wochenende debattierten die Grünen über Reformen im Staat-Religionen-Verhältnis mit den Vertretern der großen Kirchen und des Islam. Der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeiffer, verteidigte das System der Kirchensteuer, in das man aber auch andere Religionen wie den Islam einbeziehen könne.
Die Diskussion um Merkels Islam-Aussage hielt auch am Wochenende an. Während Parteikollegen nicht begeistert sind, erhält die Bundeskanzlerin von SPD-Chef Sigmar Gabriel und Islamrat-Vorsitzenden Ali Kızılkaya Zuspruch.
Das kleine, aber in vielerlei Hinsicht pluralistische Belgien ist aktuelles Topthema der Nachrichten. Wie sieht die religiöse Landschaft in Belgien aus? Ein Überblick.
Gehört der Islam wirklich zu Deutschland? Für weit verbreitete Vorurteile und Ängste macht Historiker Thomas Großbölting jahrzehntelangen Stillstand in der Politik verantwortlich. Es fehle an einem pluraleren Verständnis von Religion.