
Der Koordinator der Berliner „Langen Nacht der Religionen“ kritisiert den fehlenden Aufschrei nach anti-muslimischen Übergriffen. Dies bestätige die bestehende Islamfeindlichkeit in Deutschland.

Eine muslimische Frau wurde in Berlin angegriffen. Die Tatverdächtige riss ihr die Burka vom Kopf und beleidigte sie. Die Angreiferin wurde von der Polizei festgenommen.

Für Frauenrechte wollen sie demonstrieren – sagen sie. Der „Frauenmarsch zum Bundeskanzleramt“ ist allerdings aus dem AfD-Umfeld organisiert worden und richtet sich vor allem gegen Flüchtlinge und Muslime.

Im vergangenen Jahr wurden täglich durchschnittlich vier antisemitische Straftaten verübt, undzwar fast ausschließlich von Tätern aus dem rechten Spektrum.

Das Neutralitätsgesetz in Berlin verbietet es kopftuchtragenden Lehrerinnen an Schulen zu unterrichten. Davon ausgeschlossen sind Berufsschulen. Die fordern nun ebenfalls ein Kopftuchverbot. Doch das kontroverse Neutralitätsgesetz könnte bald in ganz Berlin kippen.

Medienberichten zufolge wurde ein Grundschullehrer wegen der Verbreitung von fremdenfeindlichen Thesen im Internet vom Dienst freigestellt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

25 Prozent der Bevölkerung in Berlin sind Kirchenmitglieder. Muslime machen Schätzungen nach neun Prozent der Berliner aus, wobei die Erhebung der Zahl schwieriger ist als bei Christen.

Der Berliner Justizsenator will das Unterrichten von kopftuchtragenden Lehrerinnen erlauben. Auch wenn er kein Freund des Kopftuchs sei, so müsse die multireligiöse Stadt Berlin das Kopftuch aushalten können.

Medien kritisierten den Auftritt des Neuköllner Imams Mohamed Matar auf der Gedenkfeier am Breitscheidplatz. Muslimische und christliche Vertreter wiederum kritisieren die haltlose mediale Hetze.

Nicht nur Konflikte haben die Beziehungen von Juden, Christen und Muslimen geprägt. Dass es auch anders ging, zeigt eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau.