Das geplante Großbordell neben einer Moschee in einem Augsburger Industriegebiet könnte doch noch verhindert werden. Nach Protesten der Muslime vor Ort will Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) jetzt alle Möglichkeiten prüfen.
Nach dem Willen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière soll auch der Islamrat wieder an der Deutschen Islam Konferenz teilnehmen – allerdings in eingeschränkter Funktion. Ob der Islamrat dieses Angebot annimmt, ist offen.
Die Staatsministerin für Integration, Aydan Özoğuz, spricht sich für eine Seelsorge für Muslime in der Bundeswehr aus. Damit unterstützt sie einen Vorschlag des Zentralrats der Muslime. Schätzungen zufolge leisten 1.600 Muslime Dienst in der Bundeswehr.
Der Bayrische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V. fordert in einer Petition an den Landtag eine Verlängerung des Modellversuchs „Islamischer Unterricht“. Der 2009 gestartete Modellversuch läuft zum Ende des Schuljahres aus.
Bei seinem Deutschlandbesuch hat sich der stellvertretende türkische Ministerpräsident Emrullah İşler kritisch über die jüngsten Äußerungen von Kardinal Meisner geäußert. Der für Auslandstürken zuständige Minister traf sich zudem mit Vertretern von muslimischen Religionsgemeinschaften.
Werden immer mehr Muslime Mitglied in den Unionsparteien? Glaubt man dem Vizechef der Unionsfraktion, Thomas Silberhorn, stimmt diese Vermutung. Die CDU und CSU will künftig stärker um die Stimmen von Muslimen werben.
Der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kızılkaya, und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, haben sich in der Zeitung „Die Welt“ für eine generelle Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft ausgesprochen.
Die 2011 von Kristina Schröder (CDU) eingeführte umstrittene Demokratieerklärung (sog. Extremismusklausel) wird abgeschafft. Darauf haben sich Innenminister Thomas De Maizière (CDU) und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) geeinigt. Formal ändert sich nach Ansicht der CDU/CSU jedoch nichts.
Frauen mit Kopftuch, die sich zur Lehrerin im Bundesland Hessen ausbilden lassen möchten, werden diskriminiert. Dies geht aus einer Antwort der früheren hessischen Kultusministerin Nicola Beer hervor. Die SPD in Hessen fordert eine Überprüfung der geltenden Gesetze.
Die Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat Forderungen der Türkischen Gemeinde Deutschland nach einem muslimischen Feiertag eine Absage erteilt. Es sei kein Zeichen der Integration einen solchen Feiertag zu fordern, erklärte der stellvertretende Sprecher der Partei.