Kurz vor Festivalstart nimmt Venedig den Film „Naza“ ins Wettbewerbsprogramm auf. Die Regisseure sind Yuval Abram und Rachel Szor. Mit ihrem Streifen „No Other Land“ gewannen sie schon einen Oscar.

Kurz vor Beginn der Filmfestspiele von Venedig hat das Festival einen neuen Titel in den Wettbewerb aufgenommen: Der Dokumentarfilm «Naza» über den Gaza-Krieg von Yuval Abraham und Rachel Szor gehört jetzt zu den nun 21 Wettbewerbsbeiträgen der diesjährigen Ausgabe, wie das Festival mitteilte. Die beiden Regisseure gehörten zum vierköpfigen Regieteam des 2025 mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilms „No Other Land“.
In der offiziellen Filmbeschreibung von „Naza“ heißt es, der nachts auf den Dächern der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv gedrehte Film beleuchte detailliert das, was die Macher des Films als die „Systeme hinter Israels gezieltem massenhaften Töten palästinensischer Zivilisten in Gaza“ bezeichnen. Weitere Details zum Inhalt des Films gab es zunächst nicht.
Der Filmtitel leitet sich nach Angaben der Produzenten von dem im Militärjargon benutzten hebräischen Kürzel für Kollateralschaden ab. Der Begriff bezeichnet laut dem Nachrichtenportal „ynet“ unbeteiligte Zivilisten, die bei einem Angriff, der nicht gegen sie gerichtet ist, zu Schaden kommen könnten.
Mit dem Dokumentarfilm „No Other Land“ gewannen die israelischen Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor bei der Berlinale 2024 den Dokumentarfilmpreis. Im Film geht es um die Räumung palästinensischer Dörfer im Westjordanland. Bei der Verleihung in Berlin gab es Tumult über Antisemitismusvorwürfe und lange Zeit Wirbel um Äußerungen der Preisträger. „No Other Land“ gewann 2025 den Oscar für den besten Dokumentarfilm. (dpa, iQ)