Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) behandelt die Bedeutung des Freitags und des Freitagsgebets im Islam. Der Freitag werde als wöchentlicher Festtag der Gläubigen beschrieben, an dem Muslime ihre alltäglichen Verpflichtungen für einen Moment zurückstellen und sich Allah zuwenden sollen.
Das gemeinsame Freitagsgebet stärke die Verbindung zu Allah, zur Gemeinschaft und zu den religiösen Werten. Zudem erinnere die Predigt daran, dass der Freitag ein besonders gesegneter Tag sei, an dem die göttliche Barmherzigkeit und die Erhörung von Bittgebeten in besonderem Maße erhofft werden könnten.
Die Hutba sei keine gewöhnliche Ansprache, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Freitagsgebets und eine Erinnerung an die Botschaft Allahs. Die Gläubigen seien deshalb aufgefordert, der Hutba aufmerksam zuzuhören und Gespräche oder die Nutzung des Mobiltelefons während der Predigt zu unterlassen.
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) widmet sich der Verantwortung im Straßenverkehr. Der Schutz von Leben, Eigentum, Verstand, Nachkommenschaft und Glauben gehöre zu den grundlegenden Prinzipien des Islams. Koran und Sunna forderten die Gläubigen dazu auf, weder sich selbst noch anderen Schaden zuzufügen. Daraus leite sich die Pflicht ab, jedes Verhalten zu vermeiden, das das eigene Leben oder das anderer Menschen gefährde.
Vor diesem Hintergrund werde die Einhaltung der Verkehrsregeln als religiöse Verantwortung dargestellt. Geschwindigkeitsbegrenzungen, das Verbot der Handynutzung am Steuer, das Anlegen des Sicherheitsgurtes sowie die regelmäßige Wartung des Fahrzeugs dienten dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer und entsprächen den islamischen Grundsätzen des verantwortungsvollen Handelns.
Mit Blick auf die Reisezeit sollten Muslime ihre Fahrten ohne Eile anzutreten, ausreichend Pausen einzulegen und die eigene Sicherheit nicht gefährden. Zugleich werde empfohlen, unterwegs die Gebete nicht zu vernachlässigen, nach Möglichkeit Moscheen entlang der Reiseroute aufzusuchen und vor Reiseantritt Almosen (Sadaqa) zu geben. Dadurch solle die Reise nicht nur sicher, sondern auch zu einer spirituell bereichernden Erfahrung werden.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.