Wiesloch

Unbekannte schlagen Fensterscheibe einer Moschee ein

Die DITIB Moschee in Wiesloch wurde Opfer eines Angriffs. Dabei wurde eine Fensterscheibe eingeschlagen. Die Polizei ermittelt.

17
08
2023
DITIB Moschee in Wiesloch © DITIB, bearbeitet by iQ.
DITIB Moschee in Wiesloch © DITIB, bearbeitet by iQ.

Am Montagabend wurde in Wiesloch die Kanuni Sultan Süleyman Moschee der Türkisch Islamischen Union e.V. Ziel eines Angriffs. Unbekannte haben gegen 22:15 Uhr mit einem bislang unbekannten Gegenstand ein Fenster der Moschee beschädigt. Zeugen konnten ein lautes Geräusch wahrnehmen und stellten kurz darauf eine zersprungene Fensterscheibe fest. Allerdings konnte vor Ort niemand mehr angetroffen werden. Es entstand ein Sachschaden.

Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist von einer Sachbeschädigung auszugehen. Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.

2022: 569 Angriffe auf Muslime und Moschee

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland 569 Angriffe auf Muslime und Moscheen gegeben. Bei den Tätern handele es sich überwiegend um Rechtsextreme. Zu den erfassten Straftaten zählten etwa Hetze im Internet, Drohbriefe und persönliche Angriffe, aber auch Sachbeschädigung und Schmierereien. Bei den Taten wurden demnach 25 Menschen leicht verletzt und nur ein Tatverdächtiger festgenommen.

In den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres wurden 258 islamfeindliche Straftaten erfasst, die sich gegen Muslime oder Moscheen richteten, davon 134 im zweiten Quartal, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Abgeordneten Petra Pau (Linke) zum Zeitraum April bis Ende Juni hervorgeht, die IslamiQ vorliegt.

Leserkommentare

Timotheus sagt:
Vielen Dank für diesen Bericht über eine zersprungene DITIB-Fensterscheibe bzw. Fenster-Beschädigung in Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis durch Unbekannte. Was für ein schlimmer Angriff, der unbedingt hervorgehoben gehört. Das Einschlagen einer Moschee-Fensterscheibe muß natürlich umfassend thematisiert und auch angeprangert werden. Wenn dann ein muslimischer Mob in der Islamischen Republik Pakistan Kirchen anzündet - wie heute die ARD-Tagesschau berichtet - dann sollte solches doch erst recht angeprangert werden. Oder etwa nicht? "Mehr als 120 Festnahmen nach Attacken auf Christen" - so lautet die Überschrift und weiter ist zu lesen: "In Pakistan hat ein wütender Mob ein christliches Viertel angegriffen und mehrere Kirchen in Brand gesteckt. Videoaufnahmen zeigen, wie Flammen aus den Fenstern einer Kirche schlagen und wie ein Mob wütender Männer vor einer weiteren Kirche steht. Von innen schmeißen andere Männer Möbel und Gegenstände auf die Straße. Die muslimischen Männer waren mit Knüppeln und Steinen bewaffnet durch ein christliches Viertel in der Millionenstadt Faisalabad im Osten von Pakistan gezogen." In Pakistan ist der Islam Staatsreligion. Nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind Christen. Immer wieder kommt es zu Übergriffen. Terror gegen Christen ist nichts neues. Und es gab schon Tote bei schlimmen Attentaten auf die Kirchen im Lande. Erst kürzlich wurde erneut ein Student wegen des Vorwurfes der Blasphemie von einem Moslem-Mob brutalst gelyncht. An der Tagesordnung stehen auch Entführungen und Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen anderer Glaubensrichtungen, besonders Christen und Hindus. Auf Kirchendächern werden zudem Kreuze zerstört, wie man in Videos im Netz sehen kann. Es ist verständlich, wenn in anderen Ländern bei solchen Ereignissen der Islam keine Freunde und Anhänger finden kann. Eine Religion, deren Nachfolger durch Textbuch-Verbrennungen derartig erregt und fanatisiert werden, stellt für die freie Welt eine Gefahr dar. Und dieser Gefahr muß in passender Form begegnet werden. Das ist doch nur logisch.
17.08.23
16:59