Oslo

Norwegischer Rechtsextremist scheitert mit Antrag auf Haftentlassung

Der Antrag auf Haftentlassung des Rechtsextremisten Breivik wurde in Norwegen einstimmig abgewiesen, wie das Bezirksgericht Telemark mitteilte.

01
02
2022
0
Utøya - NSU-2.0
Symbolbild: Gericht, Prozess, Verhandlung © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Der Rechtsextremist Anders Behring Breivik kommt in Norwegen nicht wie von ihm beantragt auf freien Fuß. Sein Antrag auf Haftentlassung auf Bewährung wurde einstimmig abgewiesen, wie das Bezirksgericht Telemark am Dienstag mitteilte.

Der heute 42-Jährige hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Autobombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und dabei acht Menschen getötet. Danach richtete er auf der Insel Utøya ein Massaker in einem Sommerlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei an. 69 Menschen wurden getötet.

Die Verbrechen gelten als schlimmste Gewalttaten der norwegischen Nachkriegsgeschichte. Breivik nannte damals rechtsextreme und islamfeindliche Motive für seine Taten.

Im Sommer 2012 war er zur damaligen Höchststrafe von 21 Jahren Verwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden. (dpa/iQ)