Solidarität.Grenzenlos

Digitale Internationale Wochen gegen Rassismus beginnen

Unter dem Motto „Solidarität.Grenzenlos“ stehen in Deutschland die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus an. Aufgrund der Corona-Pandemie werden viele Veranstaltungen digital stattfinden.

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03
2021
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Internationale Wochen gegen Rassismus © Stiftung gegen Rassismus, bearbeitet by iQ.
Internationale Wochen gegen Rassismus © Stiftung gegen Rassismus, bearbeitet by iQ.

„Nein zu Rassismus!“ Ob auf Plakaten gut sichtbar in den Fenstern, mit Kreide auf der Straße, bei Stadtführungen, auf Bierdeckeln oder digital im Netz: Viele kreative Aktionen setzen bei den weltweiten UN-Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März 2021 ein buntes Zeichen gegen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung. In Deutschland sind bislang über 1.200 Aktionen angekündigt – und es werden täglich mehr.

„Ich bin beeindruckt, dass sich trotz Corona so viele Menschen daran beteiligen“, sagt der Geschäftsführer der Stiftung, Jürgen Micksch, in Darmstadt mit Blick auf den Auftakt. Die bundesweiten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ werden am am Montag um 17.00 Uhr eröffnet. Die ursprünglich in Bonn geplante Auftaktveranstaltung werde angesichts der Corona-Pandemie nun rein digital stattfinden.

Seit 25 Jahren machen sich die Aktionswochen für mehr Vielfalt, Solidarität und Toleranz stark. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Solidarität. Grenzenlos.“

Moscheen setzen Zeichen gegen Rassismus

Geplant sei zudem, „dass sich wieder über 1.700 Moscheegemeinden beteiligen, teils digital, teils in Präsenz“. Auch einige Synagogen werden den Angaben zufolge bei den Anti-Rassismus-Wochen mitmachen. Vor der Corona-Pandemie gab es bundesweit mehrere tausend Veranstaltungen wie Vorträge, Podiumsdiskussionen und Freitagsgebete in Moscheen.

Zentrale religiöse Feiern finden den Angaben zufolge in diesem Jahr in Darmstadt statt. In der Emir-Sultan-Moschee in Darmstadt werde am 19. März um 12.30 Uhr das zentrale Freitagsgebet für die bundesweit mehr als 1.700 Moscheegemeinden abgehalten. Das Sabbatgebet findet am 19. März um 18.30 Uhr in der Darmstädter Synagoge mit christlichen und muslimischen Gästen statt. Am 21. März werde um 10.00 Uhr der zentrale Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche in Darmstadt gefeiert. Die Predigt hält der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung. 

Dieses Jahr laden verschiedene Organisationen zu Online-Formaten ein, so auch die Antidiskriminierungsstelle Federation against injustice and racism (FAIR International). Am 25.03.2021 möchte FAIR gemeinsam mit Dr.´in med. Amma Yeboah über die psychische Verarbeitung von Rassismus und Diskriminierung sprechen.