Kiel

Lehrerin verteilt Arbeitsblatt mit rassistischer Darstellung

An einer Grundschule im Kieler Umland haben Erstklässler in der vergangenen Woche ein Arbeitsblatt mit einer rassistischen Darstellung bekommen.

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2020
Lehrerin verteilt Arbeitsblatt mit rassistischer Darstellung © Shutterstock, bearbeitet by iQ.
Lehrerin verteilt Arbeitsblatt mit rassistischer Darstellung © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

An einer Grundschule im Kieler Umland haben Erstklässler in der vergangenen Woche ein altes Buchstaben-Lernpuzzle mit einer rassistischen Darstellung bekommen. Das Arbeitsblatt habe eine stereotype Darstellung eines Menschen mit schwarzer Hautfarbe und Bastrock gezeigt, die das N-Wort ergeben soll, wie das Bildungsministerium am Montag mitteilte. Als der Lehrerin dies auffiel, habe sie sich umgehend schriftlich bei den Eltern der Klasse entschuldigt und die Kopiervorlage vernichtet. Sie habe niemanden herabwürdigen wollen, sondern nicht genau genug auf die Vorlage aus einem alten Ordner geachtet.

Lehrerin verteilt Arbeitsblatt mit rassistischer Darstellung

„Der Vorfall zeigt, dass noch zu viele Arbeitsmaterialien an unseren Schulen kursieren, die unseren professionellen Ansprüchen an gute Schule nicht gerecht werden“, sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). „Das war ein Fehler, der nicht passieren darf, aber passiert.“ Die Lehrerin habe gegenüber der Schulaufsicht versichert, dass es ein Fehler aus Unachtsamkeit war.

Die Lehrerin werde das Thema im Unterricht aufgreifen und „mit den Kindern darüber sprechen, weshalb die Verwendung eines solchen Bildes und des Begriffes rassistisch und absolut unangemessen ist“, sagte Prien. Der Vorfall zeige, wie wichtig es sei, dass Lehrer regelmäßig ihre Arbeitsmaterialien daraufhin überprüfen, ob sie noch modernen pädagogischen Standards entsprechen. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Vera Praunheim sagt:
Dieser Fehler aus Unachtsamkeit muß hier natürlich ausführlich an die große Glocke gehängt werden. Wenn aber ganz aktuell in Stralsund Unbekannte zwölf Holzkreuze & Grablichter mit Blumen vor einem Wahlkreisbüro der Kanzlerin aufstellen - mit Namen von Opfern von Tötungsdelikten sowie Namen von ausländischen mutmaßlichen Tätern - dann wird das hier an gar keine Glocke gehängt. Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern widmet sich gerade diesem Ereignis. Unabhängig davon, wer diese Gedenk-Kreuze aufgestellt hat, es geht hier um Opfer, deren Mörder nicht dem "rechten Spektrum" zuzuordnen sind. Wer würdigt diese Opfer?
23.11.20
18:24
Johannes Disch sagt:
Meine Güte, ein weiteres Ergebnis der Unsitte der "Political Correctness." Immerhin bespricht die Lehrerin die Dinge mit der Klasse. Aber was ist beispielsweise mit der lektüre von "Pippi Langsrumpf?" Bekommen Kinder da noch die Originalausgabe zu lesen mit dem "Negerkönig?" Oder ist es bereits eine korrigierte und zensierte mit dem "Südeseekönig?"
24.11.20
9:56
grege sagt:
Demgegenüber wird der Rassismus der Grauen Wölfe von Islamiq.de sowie der ATIB totgeschwiegen. Letztlich geht es Islamiq.de nicht um die Bekämpfung von Rassismus sondern um dessen Instrumentalisierung zu islamistischen Zwecken.
25.11.20
18:07