Neue Corona-Regeln

KRM: Moscheen bleiben offen – Leitfaden hat sich bewährt

Wegen steigender Corona-Zahlen hat die Bundesregierung neue Maßnahmen beschlossen. Moscheen sind davon nicht betroffen. Der KRM bedankt sich bei seinen Gemeinden.

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2020
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Moscheen, Berliner Mevlana Moschee
Berliner Mevlana Moschee in Corona-Zeiten © Privat, bearbeitet by IslamiQ.

Bei einer Videokonferenz vereinbarten die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) anlässlich der steigenden Infektionszahlen scharfe Beschränkungen des öffentlichen Lebens ähnlich wie im Frühjahr. Moscheen und Gebetsorte anderer Religionsgemeinschaften bleiben weiterhin offen.

Der Koordinationsrat der Muslime nimmt dies zum Anlass und bedankt sich bei Moscheegemeinden für ihren Einsatz im Kampf gegen das Corona-Virus und mahnt eindringlich weiterhin den Ratgeber zu befolgen. „Wir möchten wir uns bei all unseren Moscheevorständen und Funktionsträgerinnen und Funktionsträgern sehr herzlich für die herausragenden Leistungen bei der Bewältigung der Corona-Epidemie in diesem Jahr bedanken!“ sagte KRM-Sprecher Burhan Kesici.

Vor allem den Moscheen und der „vorzüglichen Disziplin“ ihrer Gemeindemitglieder sei es zu verdanken, dass keine einzige Moschee in Deutschland ein sogenannter „Hotspot“ der Übertragung von Coronaviren geworden ist. „In unserem Gespräch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der vergangenen Woche wurde das besonnene Vorgehen der Religionsgemeinschaften in der Coronakrise von ihr besonders gelobt, dieses Lob möchten wir weitergeben“, sagte Kesici weiter.

Moscheen sollen an Maßnahmenkatalog festhalten

Mit dem Herbst und der angekündigten zweiten Welle hoffe man auch diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Aus diesem Grund möchte Kesici erneut an die Wichtigkeit und Erforderlichkeit der Umsetzung besonders effektiver Maßnahmen erinnern und dabei auf den Maßnahmenkatalog aufmerksam machen.

Der KRM habe bereits zu Anfang der Pandemie diesen umfassenden Leitfaden formuliert, der sich in den vergangenen Monaten gut bewährt hat. Weitere Informationen über Maßnahmen können von den Zentralen der Mitgliedsgemeinschaften des KRM eingeholt werden.“, sagte Kesici. Im März hatten islamische Religionsgemeinschaften in Deutschland und Europa ihre Moscheen geschlossen und erst Anfang Mai unter Auflagen schrittweise geöffnet. 

Neue Maßnahmen im Überblick

Künftig sollen Restaurants und Kneipen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten. Offen bleiben sollen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden. Außerdem dürfen im privaten Bereich und in der Öffentlichkeit sich nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen. (dpa, iQ)