Köln

DITIB-Zentralmoschee nach Drohanruf geräumt

Nach einer erneuten Bombendrohung räumt die Polizei in einem Großeinsatz die DITIB-Zentralmoschee in Köln. Die Polizei ermittelt.

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10
2019
DITIB-Zentralmoschee
DITIB-Zentralmoschee

Nach einem Drohanruf ist am Donnerstag die Kölner DITIB-Zentralmoschee im Stadtteil Ehrenfeld geräumt worden. Zurzeit liefen polizeiliche Maßnahmen in der Moschee, sagte ein Sprecher auf dpa-Anfrage.

Im Juli war die Zentralmoschee schon einmal nach einer Bombendrohung geräumt worden. „Wir sind besorgt, wir haben Angst, wir erleben gerade eine Konzentration von Angriffen gegen Moscheen“, erklärte DITIB-Sprecher Zekeriya Altuğ nach der ersten Bombendrohung im Juli. „Eine Bombendrohung, das hat eine neue Qualität.“ Wie viele Menschen sich zu dem Zeitpunkt in dem deutschlandweit größten Moscheekomplex befanden, sei unklar. Neben Mitarbeitern gingen täglich viele Besucher ein und aus. Noch am Morgen seien zwei Schulkassen zu Gast gewesen. 

KRM verurteilt Bombendrohungen

Im Juli sind neun Moscheen wegen Bombendrohungen geräumt und durchsucht worden. Iserlohn, Köln, München, Mannheim, Duisburg, Mainz, Villingen-Schwenningen. In weiteren Moscheen kam es zu Angriffen und Koranschändungen.

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) reagiert mit Entsetzen auf die Bombendrohungen gegen Moscheen in Deutschland. „Muslime sind tief verunsichert. Der Staat steht in der Pflicht, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen“, erklärte der KRM in einer Pressemitteilung.

„Die aktuelle Bedrohungslage wird sehr unterschätzt. Unseren Aufrufen zu mehr Schutz für Moscheen wurde nicht nachgekommen. Politik und Sicherheitsbehörden hüllen sich in Schweigen. Der Staat steht in der Verantwortung“, so der KRM abschließend.

Schweinekopf vor DITIB-Moschee

Erst vorgestern wurde eine Plastiktüte mit zwei Schweineköpfen und einer Schweinepfote vor einer im Bau befindlichen DITIB-Moschee in Schwelm abgelegt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. (dpa, iQ)

Leserkommentare

Ethiker sagt:
Die Anti-muslimischen Ressentiments ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten und sind ein Bestandteil des Selbstbildes Europas. Es war abzusehen,dass mit der Europäischen Union, Muslime als Ideologische Feinde anvesiert wurden. Seit den 1980er werden islamische Staaten massiv destabilisiert, um die Bevölkerung gefügig zu machen. Das hängt zusammen mit der Staatsgründung Israels und der Militärpolitik der USA. So ist es kein Wunder das ständig versucht wird Muslime zu marginalisieren. Zum einen in der Dichotomie von christlich-jüdische Tradition vs. islamische Tradition. Diese Dichotomie ist politsch aufgeladen und politisch gewollt. Das negative Framing der Muslime, um sie in eine Rechtfertigungsdebatte zu zwingen mit dem Ziel Muslime als die "neuen Ausländer" zu formen. Das Selbstbild wird idealisiert, der Islam als politischer Feind und als Quelle des Schlechten an sich konstruiert. Gründe warum der Islam politisch und militärisch bekämpft wird, gibt es genug. Die Zurückhaltung und Nicht-Beteiligung in der Finanzwirtschaft, konservative Bindung an die Religion und Tradition, die eine Beliebigkeit von Werten eingrenzt,sind zu nennen. Lateinamerikanische Länder haben dagegen nach der Kolonialisierung, die europäischen Machteliten einbehalten mit den Folgen der Beliebigkeit der Werte. Eine selbstentwickelte Verrohung der Gesellschaft als auch eine Beliebigkeit von Werten und Ausbeutung von innen sind die Folgen. In den Islamischen Ländern haben die Werte nicht diese Beliebigkeit erlangt, auch wenn es permanent aggressiv angetrieben wird. Das führt dazu, dass der direkte politische Einfluss beschränkt ist und somit Umstürze in islamischen Ländern mit aller Kraft versucht werden. Die Vorbereitung in Form von Framing, Marginalisierung und Stigmatisierung beginnt mit der Dispora in Europa, USA, Canada, Australien, Neuseeland und den Ländern die politisch und ideologisch abhängig sind, wie das bei den Lateinamerikanischen Ländern der Fall ist.
31.10.19
23:42
IslamFrei sagt:
Liebe Leser, Es kann nicht angehen, dass MuslimFrauen sich um die Befindlichkeiten ihrer Gastgeber keinen Deut scheren -- indem sie in der Öffentlichkeit, als Lehrerin, im Schwimmbad, sogar im Gerichtssaal rücksichtslos mit dem Markenzeichen ihrer Sekte, Kopftuch/Burkini provozieren. sowie -- oft wieder dem Willen der lokalen Bevölkerung -- Moscheen bauen mit Minarette ( das sind unsere Speeren ) mit Kuppeln, (das sind unsere Helme ) und dann vom Deutschen Steuerzahler, dem sie zuvor geärgert haben verlangen, dass er für die Kosten der Sicherung aufkommen soll. Wenn alle Muslims sich unauffällig ( 'unsichtbar' ) verhalten, ihre Moscheen mit einer genügend hohen Mauer umgeben, mit SicherheitsTüren (wie die " schussichere " Synagoge ) , Maschendraht vor den GlasFenstern, Kameras, und wenn erforderlich, bewacht von Muselmännern oder einer SicherheitsFirma, dann wären die " Angriffe" sicherlich wesentlich schwieriger durchzuführen. Finanzielle Mittel für diese Sicherung kann das Weglassen der ohnehin störenden Minaretten liefern. Der Deutsche Gesetzgeber kann die Schweiz als Vorbild nehmen, dort sind Minaretten verboten und für die Muslims geht das Leben trotzdem problemlos weiter. Bevor man nach " Politik und Sicherheitsbehörden " ruft, KRM, können diese Behörden erwarten, dass die Musselmänner und - Frauen ihre Hausarbeit machen. IslamFrei
01.11.19
1:34
GÜVEN ELMALI sagt:
Die Übergriffe auf Muslime und Moscheen werden vom Staat bewusst igoriert. Der Terrrorangrif in HALLE GALT AUCH EINER mosche. Aber die Medien haben dies als ein Angriff gegen yuden wiedergegeben und jüdische Einrichtungen mehr Schutz versprochen wo die Interessen der Moscheen und Muslime einfach ignoriert wurde.
01.11.19
9:29
Dilaver Çelik sagt:
Solange religionsfeindliche Gestalten nicht mit empfindlichen Freiheitsstrafen rechnen müssen, solange werden einige Spinner auf die Idee kommen, derartige Straftaten zu verüben. Es gibt keine Entschuldigung für religionsfeindliche Übergriffigkeiten. Dagegen haben gläubige Menschen das Recht, derartige Übergriffigkeiten zu unterbinden. Möge Gott uns allen beistehen.
01.11.19
16:27
Ute Fabel sagt:
"Es gibt keine Entschuldigung für religionsfeindliche Übergriffigkeiten. Dagegen haben gläubige Menschen das Recht, derartige Übergriffigkeiten zu unterbinden" Stimmt! Am 7. Januar 2015 wurde während der wöchentlichen Redaktionskonferenz ein islamistisch motivierter Terroranschlag auf die Mitarbeiter von Charlie Hebdo verübt, bei dem zwei maskierte Männer in die Redaktionsräume in der Rue Nicolas-Appert, mitten im Zentrum von Paris, eindrangen und mit Sturmgewehren zwölf Menschen erschossen. Ungläubige Menschen haben auch das Recht, vor Gewalttätigkeiten religiöser Fanatiker geschützt zu werden.
04.11.19
9:56
Emanuel Schaub sagt:
Also Etriker Ihr Käse ärgert mich (Steuerzahler,wie wir alle) gruß emanuel
04.11.19
11:28