Weihnachten 2017

Muslime beglückwünschen zu Weihnachten

Vertreter islamischer Religionsgemeinschaften beglückwünschen alle Christen zu Weihnachten. Entgegen aller Probleme, wie der steigenden Islamfeindfeindlichkeit, seien die gemeinsamen Werte wie Liebe und Mitgefühl von allen hochzuhalten.

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Weinachten
Heute ist Heiligabend. Die besinnliche Zeit für Christen weltweit hat begonnen. © Jaroslav Dvorski/ CC 2.0/ flickr

Die islamischen Religionsgemeinschaften beglückwünschen in ihren Weihnachtsbotschaften allen Menschen christlichen Glaubens und rufen zu mehr Toleranz und Zusammenhalt auf. „Es erfüllt uns mit großer Sorge, dass Rassismus und Islamfeindlichkeit immer mehr salonfähig werden. Gleichzeitig gibt uns die Mehrheit Hoffnung. Ihrem Engagement gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit gebührt unser tiefster Dank“, erklärt Kemal Ergün, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Das bedeute, dass die Werte wie Menschlichkeit, Liebe und Mitgefühl viel stärker als bisher betont, vorgelebt und sichtbar gemacht werden müsse. 

Auch die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) wünscht den christlichen Gemeinden und ihren Nachbarn ein gesegnetes Weihnachtsfest. „Die Menschen begehen nach vielen Höhen und Tiefen, nach einem Jahr der Entscheidungen, Enttäuschungen, Sorgen, aber auch Hoffnungen die Weihnachtszeit und gedenken der Geburt Jesu. Es ist eine Zeit der Zuversicht und Hinwendung,“ so der
Vorstandsvorsitzender, Prof. Dr. Nevzat Aşikoğlu.

Das Jahr 2017 markierte für DITIB ein ereignisreiches Jahr, die kriselnde deutsch-türkische Beziehung führte auch bei der DITIB immer wieder zu Problemen. „Das Jahr 2017 hat uns viele Aufgaben und Entscheidungen aufgebürdet. Wir haben teils hoffnungsvoll, teils aber auch besorgt die Folgen von Entscheidungen hinterfragt und diskutiert, wohin sich unsere Gesellschaft entwickelt.“ Die Weihnachtszeit sei jedoch die Zeit der Besinnung und des Zusammenhalts und dahingehend solle man sich diesen Werten widmen. 

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) wünscht ebenfalls allen Christen eine besinnliche Zeit. „Gerade in Zeiten in denen die Religionen für grässlichen Terror missbraucht werden und damit versucht wird, einen Keil zwischen Religionen und Völker zu treiben, ist es wichtig auf das Verbindende, auf die uns allen Religionen und Weltanschauungen auferlegte Pflicht, Frieden auf Erden zu stiften, hinzuweisen und sie vorzuleben.“ In diesem Sinne bedankt sich der ZMD für die fruchtbare Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in diesem Jahr. 

Leserkommentare

Johannes Disch sagt:
Eine schöne Geste.
24.12.17
19:03
Ute Fabel sagt:
Was mir an Weihnachten wie vielen anderen Österreichern besonders gut gefällt, sind die vielen duftenden Nadelbäume in den Wohnungen. Diese Tradition hat Fanny Arnstein, eine nicht religiöse Gesellschaftsdame jüdischer Abstammung, vor ziemlich genau 200 Jahren nach Wien gebracht. Dieses Brauchtum gefällt mir viel besser als die erfundene, süßliche Mär von der Geburt Jesus vor angeblich 2.000 Jahren, die die Lebensumstände keines einzigen Menschen verbessert hat. Natürliches hat viel mehr Zauber als Supernatürliches! Schade, dass die Islamverbände vergessen haben, dem guten Drittel der konfessionslosen Deutschen, zu dem dann auch noch die Vielzahl der reinen Taufscheinchristen kommt, ein frohes Fest zu wünschen. Nicht unbeachtet bleiben darf, dass im Christentum jahrhundertelang Weihnachten nicht im Dezember gefeiert wurde. Das Fest wurde von heidnischen Kulten im 4. Jahrhundert gekapert, als es die Christen Konsantin und Theodosius sein Dank im 4. Jahrhundert schließlich zur römischen Staatsreligion geschafft haben.
26.12.17
15:37
grege sagt:
es wäre schön gewesen, wenn Herr Ergün auch den zunehmenden Extremismus in den eigenen Reihen themtisiert hätte, anstatt immer nur die Schuld bei anderen zu suchen.
28.12.17
8:04
Kritika sagt:
L.S. "Gerade in Zeiten in denen die Religionen für grässlichen Terror missbraucht werden" Kritika kennt keine "Religionen" sondern nur eine einzige Religion, in deren Namen 99% aller grässliche-religiösen TerrorAnschläge verübt werden. In der BRD wird diese Religion übrigens mit MilionenEuros subventioniert und gefördert; zum Ärger und Missfallen der Deutschen Steuerzahler und als eine der Ursachen für Islamfeindlichkeit. ------------ " Es erfüllt uns mit großer Sorge, dass Rassismus und Islamfeindlichkeit immer mehr salonfähig werden." Das dominante, agressive Auftreten, (im Vergleich zu den friedlichen Religionen) Die OmniPrésenz der KopftuchFrauen in der früher wohltuend neutralen Öffentlichkeit, Die Morde, im Namen des Islam, im Nahen Osten Berlin London Paris - - die zum Markenzeichen des Islam geworden sind, Haben Islamfeindlichkeit aufkommen lassen, sind für das stetige Wachstum dieser Islamfeindlichkeit verantwortlich. Gruss, Kritika
29.12.17
23:50
Charley sagt:
Ja, nette Geste, ... oder besser: nette Floskel?! Nun ja, wo herzliche Zuwendung fehlt, ist es immer noch besser mit Floskeln die Kälte zu überbrücken. Aber "Liebe und Mitgefühl"??? Im Islam? Allah liebt nur (!) Moslems. Dieser Gott ist extrem auf seinen eigenen Verein fixiert und findet kein gutes Wort über den überwiegenden Rest der Menschheit. Erst wer sich seinem egozentrischen Charakter unterwirft, findet seine Anerkennung! Man prüfe doch mal, wie oft "Liebe" im Koran vorkommt! (Einfach googlen "wie-oft-steht-liebe-im-koran", unter "korrektheiten" wird das sehr ausführlich erörtert.) Liebe ist überhaupt keine wesentliche Kategorie des Islam! Und Mitgefühl?! Da wird immer nur die Vereinzugehörigkeit geprüft und wer nicht zum Koranverein dazu gehört wird bestenfalls vorübergehend toleriert! Ich halte diese "nette Geste" für reine Augenwischerei. Klassisches Täuschungsmanöver.... oder eine Anpassung: "Man will ja nicht der "Hässliche" sein, wenn alle anderen "nett"" sind. Die Geburt des Ewigen in der Menschenseele als indiviuelle Qualität kennt der Islam doch gar nicht! Da ist ein marionettenhafter Kadavergehorsam, der mit dem Heilsversprechen auf ein - wie beschrieben - zweifelhaftes Nachtodliches ggf. "belohnt" wird. - Eine Beleidigung für jeden selbstdenkenden Menschen.
31.12.17
11:33
Johannes Disch sagt:
@grege (Ihr Post vom 28.12.17, 8:04) -- "Es wäre schön, wenn Herr Ergün auch den zunehmenden Extremismus in den eigenen Reihe thematisiert hätte, anstatt immer nur die Schuld bei anderen zu suchen." (grege) Meine Güte, es geht hier um Weihnachten und um die gemeinsam verbindenden Werte, und nicht um Extremismus. Immer dieses fruchtlose Aufrechnen, das zu nix führt. Jeder Extremismus ist abzulehnen, egal, von welcher Seite er kommt. Und Herr Ergün hat einfach recht damit, dass Islamisten die Religion missbrauchen und instrumentalisieren.
31.12.17
22:12