Bundesinnenministerium

320 Angriffe auf Muslime und Moscheen

Angriffe auf Moscheen und Muslime sind in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dies teilte das Bundesinnenministerium mit. Die Zahl der Verletzten hingegen ist gestiegen.

24
08
2018
Die Außenfassade der Fatih-Moschee in Bremen © privat
Die Außenfassade der Fatih-Moschee in Bremen © privat

Die Angriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland sind im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen, allerdings gab es dabei mehr Verletzte. Insgesamt wurden 320 antimuslimische Straftaten registriert, deutlich weniger als im ersten Halbjahr 2017 mit knapp 500. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Dabei zählten die Behörden im ersten Halbjahr mit 25 Verletzten aber mehr als im Vorjahreszeitraum mit 18. Bei nahezu allen Straftaten sei davon auszugehen, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handele. Zur Höhe des Schadens liegen keine Zahlen vor.

Seit Jahresbeginn zeigt der Trend nach unten. Während im ersten Quartal 196 Straftaten registriert wurden, waren es im zweiten Quartal 124, darunter acht Angriffe gegen Moscheen. Bei den meisten Taten handelt es sich den Angaben zufolge um Volksverhetzung, Nazi-Schmierereien, Drohbriefe und Beleidigungen sowie Sachbeschädigung.

Die innenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion Ulla Jelpke nannte den Rückgang der Straftaten erfreulich, sieht darin aber keinen Grund für Entwarnung. „Es fehlt nach wie vor eine gesamtgesellschaftliche Solidarisierung mit muslimischen Mitbürgern. Wer Muslime weiterhin zu Fremden erklärt, schürt bloß Vorbehalte, die letztlich auch in solchen Straftaten münden“, betonte sie. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
Statistisch gehen die meisten Straftaten gegen Moscheen auf das Konto deutscher Rechtsextremisten und kurdischer sowie türkischer Extremisten. Jeder Anschlag ist einer zu viel, weil jeder Anschlag auf eine Moschee zugleich ein Angriff auf die Ehre sowie Religionsfreiheit der Muslime ist. Das Statement der Linksfraktion ist pure Heuchelei, weil sie nachweislich mit der Terrororganisation PKK kollaboriert, deren Sympathisanten in Deutschland die meisten Anschläge auf Moscheen in Deutschland nach den deutschen Rechtsextremisten verüben.
24.08.18
16:36
Dilaver Çelik sagt:
Kleine Ergänzung: Wie wäre es, wenn die Linksfraktion sich von der Terrororganisation PKK samt ihren deutschen Ablegern wie KGD, YXK, NAV-DEM und Konsorten sowie ihrem verlängerten Arm HDP distanziert und gegen diese klare Kante zeigt, mit welchen sie bis heute kollaboriert und deren Sympathisanten in Deutschland für sämtliche Moscheeanschläge in Deutschland verantwortlich sind. Nur dann wäre die Linksfraktion glaubwürdiger. Vorher jedoch nicht.
24.08.18
18:05
Kritika sagt:
L.S. Dilaver Çelik schreibt: » Statistisch gehen die meisten Straftaten gegen Moscheen auf das Konto deutscher Rechtsextremisten und kurdischer - - « ------ Kritika wundert sich: Woher wissen Sie das denn so genau, Herr Deliaver? Kritika findet die Kurden übrigens ganz sympatisch; sie nutzen ihre Selbständigkeit indem sie zeigen, als Kurdenvolk eine stabile, unabhängige Nation bilden zu können, im heutigen Territorium Kurdistan. Könnten es nicht viel eher besorgte BundesBürger gewesen sein, die den Islam eine Barbarische Ideologie finden, mit Ziel, die Welt zu beherrschen? Und die den Muftis zeigen wollen, wie stark die Ablehnung gegen den Islam in Deutschland ist ? Die Mufties werden inzwischen wohl so schlau geworden sein, nicht auf Allah's Hilfe zu vertrauen, sondern, wegen der latenten Gefahr, die Moschee nicht mehr als Wohnung, erst recht nicht mit Kinder, oder gar als Schlafgelegenheit zu nutzen. Gruss, Kritika
25.08.18
23:21
Dilaver Çelik sagt:
@Kritika Hören Sie auf damit, das muslimische kurdische Volk mit gottlosen Sympathisanten einer separatistischen Terrororganisation gleichzusetzen!
29.08.18
14:53