Umfrage

Vielfalt der Religionen als Bereicherung

Laut einer Umfrage ist die Vielfalt der Religionen in Deutschland eine Bereicherung für die Mehrheit der Befragten. Dagegen akzeptieren weniger als die Hälfte den Islam als Teil der deutschen Gesellschaft.

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Şehitlik Moschee - ältester Friedhof in Berlin © by onnola auf Flickr (CC BY-SA 2.0), bearbeitet islamiQ

Laut einer neuen Umfrage haben für 61 Prozent der Deutschen Religion und Glaube in ihrem Leben keine oder nur eine geringe Bedeutung. Im Osten Deutschlands gilt das sogar für 83 Prozent, im Westen liegt der Wert bei 57 Prozent. Das hat eine Forsa-Umfrage ergeben zum Start der neuen „Hörzu“-Serie „Die fünf großen Weltreligionen“, in der von Freitag an Buddhismus, Islam, Judentum, Hinduismus und Christentum vorgestellt werden. Nur für zwölf Prozent der Befragten hat ihr Glaube demnach eine sehr große Bedeutung.

Auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, antworteten 47 Prozent der Befragten mit Ja, 46 Prozent mit Nein. Im Osten waren dabei nur 32 Prozent der Meinung, dass der Islam ein Teil Deutschlands sei, im Westen 50 Prozent. Vor allem die über 60-Jährigen und Konfessionslose sehen den Islam nicht als ein Teil Deutschlands.

Gleichzeitig sagten 64 Prozent, sie empfänden die Vielfalt der Religionen als Bereicherung für die deutsche Gesellschaft, 27 Prozent verneinten dies. Auch bei dieser Frage waren im Osten 55 Prozent dieser Meinung, während im Westen 66 Prozent der befragten die Vielfalt der Religionen als eine Bereicherung ansahen. An der repräsentativen Umfrage von Forsa nahmen am 12. und 13.Oktober insgesamt 1.000 Personen ab 14 Jahren teil. (KNA,iQ)