
Ein Drittel der Bundesbürger vertritt laut einer Umfrage die AfD-Position, dass der Islam als Religion nicht mit dem
Grundgesetz vereinbar ist. 59 Prozent stimmten der Meinung nicht zu.

Deutschland wird multikulturell und multireligiös. Dem Staat empfiehlt der Sachverständigenrat der deutschen Stiftungen, Erwartungen an die Glaubensgemeinschaften zu formulieren und Nachbesserungen in Religionsfreundlichkeit zu entwickeln.

Der Umgang mit dem Islam sorgt weiter für Diskussionen. In der Debatte um einen Anti-Islam-Kurs der AfD weist der frühere Verfassungsrichter Dieter Grimm darauf hin, dass Religionen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssen.

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für ein Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Andererseits sind die meisten nicht damit einverstanden, den Bau von Minaretten gesetzlich einzuschränken

In Sachsen-Anhalt ist für die nahe Zukunft ein „Islamunterricht“ geplant. Das geht aus dem aktuellen Koalitionsvertrag von SPD, CDU und Grünen hervor.

Islamwissenschaftler Bülent Uçar vergleicht die AFD mit Salafisten, da beide Gruppierungen den Islam als nicht demokratietauglich ansehen. Die Rhetorik sei sehr ähnlich.

Der EU-Kommissionspräsident fordert auf, Religion als verbindendes Medium zu betrachten und zwischen den politischen Themen Religion und Flüchtlinge zu unterscheiden.

Nach letzten Schätzungen leben circa 4 Millionen Muslime in Deutschland. Die große Mehrheit ist sunnitisch und türkischstämmig. Flüchtlinge und Asylbewerber sind noch nicht in der Statistik erfasst.

Die AfD kündigte an, mehr islamkritische Elemente in ihr neues Parteiprogramm aufzunehmen. Muslime und politische Parteien zeigen sich empört darüber.