
Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage geht nun hervor, dass im dritten Quartal dieses Jahres 146 islamfeindliche Angriffe auf Muslime verübt wurden.

Ein Mann hat am Sonntagmorgen einen abgetrennten Schweinekopf vor die Dortmunder Selimiye Moschee abgelegt. Der Staatsschutz ermittelt.

In Wien wird eine Muslimin im Bus islamfeindlich beleidigt, bespuckt und ihr Kopftuch heruntergerissen. Die Passagiere schauen nur zu.

Erneut wurde die Al Ansar Moschee in Zwickau angegriffen. In der Nacht auf den Donnerstag warfen Unbekannte Steine durch die Fenster.

In Berlin wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres knapp 50 islamfeindliche Straftaten erfasst. Die Täter werden hauptsächlich dem rechten Spektrum zugeordnet.

Wieder wurden in Berlin zwei Frauen rassistisch beleidigt und eine weitere Frau verletzt. Damit sind es vier rassistische Gewalttaten innerhalb von zehn Tagen.

In Nordrhein-Westfalen wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 40 antimuslimische Straftaten erfasst. Die Täter werden hauptsächlich dem rechten Spektrum zugeordnet.

Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden 99 Straftaten auf Muslime und Moscheen erfasst. Bei fast allen Straftaten gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsextremisten handelt.

Im Jahr 2018 löschte Facebook zwei Beiträge, in denen abschätzig über Muslime und Zugewanderte geschrieben wurde, und sperrte die beiden Nutzer. Diese zogen vor Gericht. Der BGH entschied nun, dass Facebook vor einer Sperre die Nutzer informieren und anhören muss.