
In der öffentlichen Debatte entsteht oft der Eindruck, Gewalt an Schulen gehe vor allem von Muslimen aus. Doch die Daten der ADAS-Beratungsstelle zeigen ein anderes Bild: Antimuslimischer Rassismus an Schulen ist weiterhin verbreitet und oft durch Lehrkräfte geprägt.

Muslimische Schülerinnen und Schüler erleben an Berliner Schulen laut einer Auswertung von Diskriminierungsfällen regelmäßig Benachteiligungen. In den meisten gemeldeten Fällen sollen Lehrkräfte beteiligt gewesen sein.

Studien zeigen, dass rassistische Diskriminierung viele Kinder und junge Erwachsene von der Kita bis zur Hochschule begleitet.

Viele Muslime blicken mit Sorge auf gesellschaftliche Entwicklungen und erleben zugleich starken Zusammenhalt. Im Interview spricht KRM-Sprecher Ali Mete über Diskriminierungserfahrungen, politische Erwartungen und das Engagement junger Menschen.

Rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben eine Migrationsgeschichte – und viele von ihnen erlebe subtile Benachteiligung. Das zeigt sich an Leistungsbewertung, aber auch ganz konkret in der Sprache.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Immobilienmakler Wohnungssuchende nicht wegen eines ausländisch klingenden Namens benachteiligen dürfen. Eine Frau aus Hessen erhält 3000 Euro Schadensersatz.

Wer sich von einer staatlichen Einrichtung des Landes NRW benachteiligt fühlt, soll künftig leichter Unterstützung finden – egal, ob es um Diskriminierung im Unterricht oder eine Job-Bewerbung geht.

Der Name als Hindernis? Ein Forscherteam der Uni Siegen hat Chancen am Ausbildungsmarkt anhand des Nachnamens untersucht. Ein Lukas war besonders erfolgreich – im Gegensatz zu Yusuf.

Diskriminierungen, Beleidigungen, struktureller Ausschluss: In Berlin wurden 2024 deutlich mehr antimuslimische Übergriffe gemeldet als im Vorjahr. Besonders betroffen sind Frauen.